Marina Schakarian | Weniger machen, mehr schaffen
Shownotes
Marina Schakarian ist Expertin für Führung, Teamarbeit und wirksame Strukturen in komplexen Arbeitswelten. Ihr Fokus liegt darauf, Überlastung zu reduzieren und Wirksamkeit von Teams zu stärken – dazu hat sich gerade auch ein Buch veröffentlicht.
Wir sprechen in dieser Episode darüber, warum viele Menschen heute überlastet sind, warum Teilzeitkräfte quasi doppelt betroffen sind und mit welchen Strategien man mit weniger machen, mehr schaffen kann.
Das habe ich Marina gefragt:
• Wie bist du dazu gekommen, dich mit Überlastung zu beschäftigen?
• Wie kann es gelingen, weniger zu machen und trotzdem mehr zu schaffen? Das klingt zunächst nach einem Widerspruch?
• Welche Tools & Tipps möchtest du Teilzeitkräften ganz besonders ans Herz legen?
Link zum Buch: https://tinyurl.com/56j9e4u4
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Mein Name ist Johanna Fink. Ich setzte mich für eine Arbeitswelt ein, in der Kompetenz und Potenzial über Karriere entscheiden, nicht die Arbeitszeit. Mehr Infos über mich findest du unter www.johannafink.de und www.teilzeittalente.de
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:07: Marina Schakarian ist Expertin für Führung, Teamarbeit und wirksame Strukturen in komplexen Arbeitswelten.
00:00:12: Ihr Fokus liegt darauf, Überlastungen zu reduzieren und Wirksamkeit
00:00:16: von Teams zu
00:00:16: stärken – dazu hat sie gerade ein Buch veröffentlicht!
00:00:20: Hier sprechen heute darüber, warum viele Menschen überlastet sind, warum Teilzeitkräfte quasi doppelt betroffen sind und mit welchen Strategien man mit weniger machen mehr
00:00:29: schaffen.
00:00:30: Herzlich
00:00:31: willkommen, Marina.
00:00:32: Ich freue mich sehr, dass du wieder da bist!
00:00:35: Vielen Dank.
00:00:36: Danke für die Einladung, Johanna.
00:00:37: Ich freu' mich auch sehr.
00:00:38: Ich hab's gerade schon gesagt in der Begrüßung Du bist wieder da, das heißt einer meiner allerersten Podcast-Episoden vor vielen Jahren haben wir gemeinsam gemacht.
00:00:47: Ähm ich freu mich, dass Du heute da bist mit dem ganz anderen Thema nämlich der Frage ja weniger machen mehr schaffen?
00:00:54: Das ist auch der Titel von deinem Buch also der Frage wie kann man denn gängigen Überlastung in der Arbeitswelt anders umgehen.
00:01:03: Und bevor wir einsteigen und übersprechen, was steckt eigentlich dahinter?
00:01:08: Was ist die Idee, was ist dein Konzept und was hilft wirklich?
00:01:11: Würde ich gerne erst mal von dir wissen ja wie bist du dazu gekommen dich mit dem Thema zu beschäftigen?
00:01:17: Genau als wir damals vor Jahren gesprochen haben war ich selbst glaube ich noch Führungskraft in Teilzeit Und das hat damals gut geklappt.
00:01:27: Ich habe mich dann selbstständig gemacht, habe viele Teams begleitet bei vielen Entwicklungen und Innovationsprojekten.
00:01:36: Das war auch immer irgendwie aufregend und toll und ging nach vorne.
00:01:42: Am Ende hatte man ein ganz tolles Konzept eine ganz tolle Idee und man hat in leere Gesichter geschaut weil eigentlich hatte niemand dafür Ressourcen.
00:01:49: Es ist alles weitergegangen was man bisher gemacht hat und das neue kam praktisch on top!
00:01:55: Und dann habe ich auch gemerkt, dass es nicht nur bei einem Team so.
00:01:58: Es ist auch nicht in den Coachings die ich gegeben habe, sodass eine Person gesagt hat ach ich komme der Arbeitslast nicht hinterher sondern eigentlich war das ein komplettes Muster.
00:02:10: und bis heute.
00:02:11: Ich arbeite mit keinem Team.
00:02:13: was sagt Juhu?
00:02:14: Wir haben eigentlich Kapazitäten noch frei!
00:02:22: habe ich gemerkt.
00:02:23: in meiner Teamarbeit muss ich eigentlich schauen, dass man gut ausmistet und entscheidet welche Projekte zukunftsfähig sind.
00:02:32: Woran man erkennt mit welchen Projekten man gut weitergehen kann und welche man eben eher aussortieren muss plus dann noch die ganze der ganze Kosmos rundum loslassen.
00:02:46: also wie kann man Projekter auch gut gehen lassen?
00:02:48: weil was ja auch passiert in Unternehmen ist Dinge werden eingestellt von oben.
00:02:53: Es ist ja nicht immer so, dass das Team entscheiden kann was sie weitermachen und was Sie aufhören.
00:02:58: dann gibt es ein Mailing, gibt es eine Sitzung und es wird dann verkündet die neue tolle Strategie, das neue tole Organigramm und dann merkt man eigentlich Ja gut, das eigene was man bisher gemacht hat geht vielleicht nicht weiter Und wie man besser diese Enden gestalten kann Das ist praktisch der zweite Teil auch der total wichtig ist weil wenn man natürlich weniger macht kann man das nicht machen ohne gut Abschied zu nehmen.
00:03:28: Also wir Menschen, wir mögen natürlich gerne unseren Status Quo.
00:03:32: Wir mögen das bewahren was wir haben und möchten das gerne festhalten so weil wir alle eine eingebaute Verlustaversion haben.
00:03:39: Wir halten lieber am Status Quofest als dass wir in eine Ungewissheit gehen und mit jedem Ende geht man ja in einer Art Ungewessheit oder schafft eine Art Lehre die man dann erst füllen muss in der Zukunft.
00:03:53: Und deswegen sind wir per se, haben wir einfach psychologische Faktoren, die uns im Wege stehen, Dinge gut loszulassen so und das andere ist natürlich des Überlastungsmuster.
00:04:06: Das ist auch klar dass wir gerade auch in so einer Zwischenzeit sind zwischen dem alten Arbeitsalltag.
00:04:15: Dann kam natürlich durch Corona, durch die Digitalisierung, durch unser Homeoffice sind wir mehr und mehr entgrenzt und fragmentiert.
00:04:22: also ich glaube jeder kennt das Gefühl man sitzt eigentlich den ganzen Tag am Rechner und macht die ganze Zeit irgendwas und am Ende des Abends fragt man sich was hat man denn eigentlich geschafft?
00:04:32: Und dann kommt da so eine innere Lehre und Unzufriedenheit und eigentlich kann man die eigene To-do Liste nie ganz abarbeiten weil man natürlich nicht mehr so eine Art Werkstolz hat, dass man eine Sache komplett einmal macht.
00:04:46: Und selbst wenn man damals während der Büroarbeitszeit ... Wir hatten ja alle eine Arbeitsteilung immer noch aber man konnte ins Büro der Produktion reingehen in die Buchhaltung und konnte einmal reinschauen und sehen da geht es gerade weiter.
00:05:03: Da wird das was ich gerade angestoßen habe, da wird das weitergefüllt.
00:05:08: Im Homeoffice sind wir da sehr alleine.
00:05:11: Also unsere ganzen Termine finden ja den direkten Weg in unser privates Zuhause.
00:05:18: Das heißt die Abgrenzung fällt schwer, man schiebt das deswegen auch gerne so aufs Individuum.
00:05:24: Man schiebte aufs individium zu sagen ja gut muss ich halt besser organisieren Die muss sich besser abgrenzen.
00:05:29: dass es auch bei Teilzeit würde ich mal sagen noch Herzer, weil man dann sagt naja gut die Person ist jetzt selbst gewählt in Teilzeit gegangen.
00:05:37: Dann muss sie ja einfach mal schauen was sie weniger macht.
00:05:40: das muss sich einfach ein bisschen besser organisieren.
00:05:42: bestenfalls dass alles leisten was sie bisher geleistet hat und das weiter tragen.
00:05:47: und das fällt natürlich durch unsere Arbeitsbedingungen die wir gerade gelernt haben und gleichzeitig auch durch die Last die wir haben aber auch durch unser psychologisches Festhalten an dem Status quo fällt es uns einfach schwer Dinge weniger zu machen, per se.
00:06:04: Und man sagt ja gut da muss das... und es ist einfacher für Organisationen und Unternehmen zu sagen Es ist eine Produktivitäts- und Optimierungsaufgabe von Individuen als zu sagen wir müssen strukturell etwas ändern Wir müssen Teams besser organisieren!
00:06:19: Wir müssen auch Strategien schaffen die erlauben dass teams Freiräume haben um sie überhaupt zu gestalten.
00:06:27: und klar ist auch dass wenn man Dinge, also wenn man Ressourcen auf mehr Gefäße verteilt in dem Sinne Projekte wird es nicht besser.
00:06:40: Man kann das sich vorstellen wie eine Wasserkaraffe.
00:06:44: Man verteilt sie irgendwie auf zwei Projekten wo man sagt Das sind Projekty die ist total wichtig.
00:06:49: Total wichtig dass das Team das füllt Und dann sind diese Behälter gut gefüllt, aber wenn man das jetzt auf fünf, sechs, sieben, acht die gleichen Ressourcen verteilt.
00:06:58: Dann kann man irgendwann nur noch so ein Mittelmaß erreichen.
00:07:01: und wir sind mit sehr viel Mittelmaas beschäftigt im Arbeitsalltag.
00:07:05: Sehr viele Teams mit sehr vielen Mittelmaßen weil Sie einfach versuchen allem gerecht zu werden und sich nicht fokussieren.
00:07:12: Jetzt hast du es gerade schon angeteasert.
00:07:14: Lassen Sie mal diese Kurve Richtung Teilzeitarbeit gehen, also ich beschreibe ja Teilzeit immer gerne als so ein Brennglas-Effekt auf viele strukturelle Probleme die wir in der Arbeitswelt haben.
00:07:25: Ein Beispiel ist sogar genannt nämlich dieser Überlastungseffekt und diese Verlagerung des Problems auf das Video.
00:07:32: Das erleben wir ja gerade In der Arbeitswelt sehr stark, aber auch in der Gesellschaft sehr stark finde ich diesen Trend zu sagen.
00:07:38: Na ja, musst du halt selber schauen wie du das auf die Reihe kriegst?
00:07:40: Obwohl wir eigentlich strukturelle Hürden quasi eingebaut haben, die es quasi unmöglich machen, um diese Dinge gutzumachen oder wirklich auf die Reihen zu bekommen.
00:07:51: Kannst du noch mal gucken im Bezug auf dieses Thema loslassen, wo du da die Relevanz für Teilzeitkräfte siehst?
00:08:00: Also ich glaube, was wichtig ist wenn man in Teilzeit geht frisch oder sich als Führungskraft da behaupten muss.
00:08:10: Es ist wichtig dass man auch nicht nur Abschied von konkreten Aufgaben und Projekten sieht sondern auch ein Abschied vom alten Führungsbild das man hatte.
00:08:21: Also zu sagen, haben wir ja alle.
00:08:24: Ich weiß damals noch als ich Führungskraft war habe immer gesagt, ich muss die Erste und die Letzte sein.
00:08:30: Das ist mein Glaubenssatz weil ich kriege mehr Geld, ich habe mehr Verantwortung.
00:08:35: Ich muss schauen dass ich immer erreichbar bin.
00:08:38: so das sind alles Glauben-Sätze die wir haben.
00:08:44: Da sollte man auch daran arbeiten, dieses loszulassen.
00:08:47: Weil das kann man einfach nicht mehr wenn man weniger Zeit hat dann kann man sich nicht immer erreichbar sein und immer verfügbar sein oder jede Entscheidung muss über mein Tisch gehen Und dass es auch loslassen weil Entlastung hat nicht nur die faktische Komponente Streich-Dinge von der To-Do-Liste oder von der Projektliste, sondern auch Entlastung hat eine emotionale Komponente.
00:09:14: Und die vernachlässigen wir auch weil manchmal sind wir vielleicht auch Entlasteter dadurch, dass man sagt okay die Person geht in Teilzeit.
00:09:23: Dann kann sie das und das Projekt abgeben aber wir halten trotzdem emotional daran fest weil wir das Gefühl haben Wir verlieren noch etwas mehr.
00:09:31: also es ist Entlastung Und diese dieses loslassen hat auch immer was mit Abschied nehmen und dem verarbeiten Von von dem von den Dingen zu tun die wir eben hinter uns lassen.
00:09:43: und Das hat auch so eine trauer Komponente die wir gar nicht gerne ansprechen oder auch zeigen, weil ich glaube jede Person hat irgendwann mal im Arbeitsleben getrauert.
00:09:57: Aber ist vielleicht gar nicht so bewusst gemacht.
00:10:00: wenn man sich auch fragt was vermisst?
00:10:02: Man könnte dann sagen okay in der Vollzeitarbeit war ich immer verfügbar, da hatte einfach Zeit.
00:10:10: War ich immer im Büro.
00:10:12: das geht dann irgendwann mal nicht mehr, wenn man Teilzeit arbeitet und darüber muss man sich eben auch Gedanken machen dass man eben diese Anwesenheit nicht mit Verantwortung verwechselt.
00:10:23: Aber es ist einfacher gesagt als getan, weil es ist wichtig diesen Verlust vielleicht auch einmal zuzulassen und für Fühlen damit man ihn loslassen kann.
00:10:31: Und sagen kann das so wie's war super, dass es so war!
00:10:35: Ich bin dankbar für die Zeit und jetzt ist eine andere Zeit.
00:10:38: Jetzt muss ich schauen, dass ich anders führe und mir andere Glaubenssätze aufbaue und mich nicht die ganze Zeit schlecht fühle, weil ich meine Glauben-Sätze nicht erreichen kann.
00:10:47: Ja, also super spannendes Thema.
00:10:48: Ich finde überhaupt dieses Thema Trauer und Verlust und der emotionale Umgang damit ist ja was in unserer Arbeitswelt aber immer noch sehr tabuisiert wird, finde ich.
00:10:57: Also wir viele Organisationen leben ja immer noch mit einem Bild so dieses industrielle Arbeiterbild.
00:11:05: Man kommt da ins Büro, lässt dann Persönlichkeit zu
00:11:07: Hause,
00:11:08: arbeitet davor sich hin und dann geht man wieder nach Hause und dann ist mal ein Mensch ungefähr.
00:11:13: Das hat wahrscheinlich noch nie funktioniert, aber man merkt ja in der heutigen Arbeitswelt das es einfach überhaupt nicht klappt und dass trotzdem viele Organisationen genau diesen Stiefel immer noch fahren.
00:11:25: Ja wir erwarten sehr viel von unseren Führungskräften und von Angestellten.
00:11:32: Wir haben eben nicht nur die Erwartungen, dass sie etwas Vorgegebenes wie am Fließband erledigen.
00:11:38: Wenn man mir sagen würde hier falte diesen Karton fünfhundert Mal Dann ist das vielleicht auch was anderes, weil dann kann man ja wirklich sich darauf fokussieren diese Aufgabe zu erledigen.
00:11:49: Aber was wir wollen sind irgendwie tolle neue Ideen, Strategien, Weiterentwicklung mehr Innovation.
00:11:57: Wir erwarten sehr viel und wenn man viel erwartet dass Menschen das aushalten.
00:12:01: Dass Menschen mit Teams zusammenarbeiten, dass Menschen sich auf Neues einlassen.
00:12:05: Dann muss man eben den Raum auch dafür schaffen konstruktiv Und ich sage eben auch nicht im Stuhlkreis und mit Taschentücher unbedingt, sondern konstruktiv dass man auch als Team gemeinsam Dinge verarbeiten kann.
00:12:20: Weil da liegt das größte Potenzial.
00:12:21: was Trauer und diese ganzen negativen Gefühle oder scheinbar negativem Gefühl maximiert ist es gefühl der Einsamkeit und Isolationen.
00:12:32: Anderen geht es ähnlich.
00:12:34: Andere vermissen auch etwas, andere können auch etwas betrauen.
00:12:38: dann schaffen wir wieder zum einen Kontrolle und Verbundenheit und das hilft uns über diese Zeit hinweg wenn man nicht das Gefühl hat okay ich alleine die jetzt in Teilzeit geht hat diese Probleme und ich hänge daran und alle anderen haben eigentlich gar keine Probleme ist leider so, dass es in Unternehmenorganisationen eher so behandelt wird.
00:13:00: Dass auch teilweise mir gesagt wird ja gut wir schicken dir dann die, die am meisten damit Probleme haben.
00:13:06: aber das ist einfach falsch weil was man braucht ist eben das im Kollektiv gemeinsam zu gestalten mit dem Team und der Führungskraft, dass man darüber eben diese Sicherheit vermittelt und diese Stabilität.
00:13:22: Jetzt lass uns mal, so haben wir drüber gesprochen.
00:13:24: Was ist das Problem?
00:13:26: Wo kommt's her und was sind die Komponenten?
00:13:29: jetzt würde ich gerne gucken ja Wie schauen denn Lösungen aus?
00:13:34: Also wie kann es dann gelingen, weniger zu machen und trotzdem mehr zu schaffen.
00:13:38: Vielleicht gucken wir gleich so auf diese beispielhafte Situation die du beschrieben hast.
00:13:41: ich bin vielleicht Beführungskraft in Vollzeit gewesen und steige jetzt auf Teilzeit um und habe mich entschieden das vielleicht vollzeit nahezu machen.
00:13:49: Das heißt ich muss auf jeden Fall Aufgaben loslassen effizienter organisieren.
00:13:54: was sind denn da so die Schritte oder die Elemente?
00:14:00: Ja, es war mir auch wichtig in dem Buch sehr viele Übungen und Anwendung zu beschreiben.
00:14:06: Weil ich glaube davon lebt das auch dass man nicht nur sagt okay Ich werde verstanden sondern ich kann das auch für mich und für mein Team irgendwie anwenden.
00:14:14: Und ich glaube das das Wichtigste ist dass man anfängt Zu schauen was man so den ganzen Tag macht und was wirklich.
00:14:21: also was sind die Aufwandstreiber des Jobs?
00:14:24: so wie eine Zeiterfassung, aber nicht die man ausfüllt für den Arbeitgeber sondern für sich selbst.
00:14:32: Dass man einmal beobachtet was ist denn besonders aufwendig?
00:14:35: Welche Aufgaben sind aufwändig und welche Aufgaben?
00:14:39: Und das ist eine Komponente, die wir auch gerne vernachlässigen.
00:14:42: da zitiere ich auch gerne Marie Kondo mit Das Is Spark Joy.
00:14:47: Was frisst dann bei mir Energie Was sind meine Energiefresser?
00:14:52: und wo sage ich, das sind total Aufgaben.
00:14:56: Da geht bei mir das Licht
00:14:57: aus.".
00:14:59: Und wenn man das einmal übereinanderlegt sieht man welche Aufgaben sollten diese Aufgaben wirklich so aufwendig sein?
00:15:10: Das Schöne ist es kann man sowohl Individuell machen, das kann man auch gut im Team machen.
00:15:15: Wenn ich das mache mit Teams kommen dann ganz interessante Sachen raus, dass plötzlich die Führungskraft merkt, oh Gott bei uns ist die Reisekostenabrechnung, die ist irgendwie total aufwendig und die stresst alle weil alle sich irgendwie da durchwurschteln müssen.
00:15:30: Und dann muss man sich fragen, ist das eine Abteilung?
00:15:34: Die das Reise-Kostenmanagement machen muss?
00:15:38: und wenn nein, die Frage da, was machen wir mit der Aufgabe?
00:15:42: Entweder es gibt eine bessere Besetzung im Team dafür.
00:15:46: Manchmal hat man auch und das ist auch das Wichtige glaube ich bei Teilzeitführen oder an sich auch führen.
00:15:53: Es gibt jetzt nicht diese Aufgaben wo man sagt okay das muss die Führungskraft unbedingt machen.
00:15:58: Es sei denn es ist wirklich irgendwas was vertraglich wichtiges ist dass man die eigene Unterschrift drunter setzt.
00:16:03: aber ansonsten haben wir eine Arbeitsteilung kann man auch schauen was für Aufgaben sind anderswo besser aufgehoben, entweder in einem anderen Team oder im eigenen Team mit anderen Personen.
00:16:15: Da kann man einfach auch mal beobachten welche Sachen... Also welche Aufgaben würde man von sich sagen macht man sehr gut?
00:16:22: Oder ist die beste Besetzung und welche Aufgaben?
00:16:25: wo ist man halt nicht die beste besetzung?
00:16:27: Und das ist leider teilweise so wenn Führungskräfte zu Führungskräften werden nenne ich es Die Führunkräfte Falle weil dann macht man teilweise den Tag über Aufgaben gar keine Freude machen und wo man auch nicht die beste Besetzung ist.
00:16:43: Also wenn man plötzlich inhaltlich oder kreativ davor gearbeitet hat, und plötzlich irgendwelche Abrechnungen und Exzellisten füllen muss.
00:16:52: Und da muss man schauen was macht man damit?
00:16:54: Weil das, wenn das zur Rolle gehört und man es nicht abgeben kann dann muss man einfach schauen ob der Führungsjob für einen geeignet ist.
00:17:02: So und wenn man das einmal identifiziert hat, was man so den ganzen Tag macht kann man natürlich auch einmal schauen.
00:17:07: Was ist strategisch für mich wichtig?
00:17:09: Für meine Rolle?
00:17:10: also wofür hat mich das Unternehmen eingestellt?
00:17:13: welches Probleme soll ich lösen als Führungskraft?
00:17:18: oder auch welche Probleme soll mein Team lösen?
00:17:20: Und da kann man dann einmal sortieren und sagen irgendwelche Aufgaben und Projekte sind strategisch total wichtig und welche sind vielleicht nicht so wichtig.
00:17:29: Wenn man das mit der Aufwandskomponente matcht, sieht man, wenn etwas besonders aufwendig ist aber strategisch nicht wichtig und gleichzeitig auch die Energie frisst.
00:17:40: Dann ist es wirklich toll dass man so ein Potenzial gefunden hat weil das ist natürlich auch ein Aufhörpotenzial.
00:17:46: Und du siehst wir springen gerade von Team Ebene und der individuellen Ebene hin und her.
00:17:51: Aber das kann man sowohl als Individuum machen für sich als auch dann fürs Team.
00:17:56: Es ist auf jeden Fall sinnvoll im Team auch Entlastung herbeizuführen.
00:18:00: Weil das eine ist zu sagen, ich geb dir irgendwie fünf Hex für deine To-do Liste aber das ist überhaupt nicht nachhaltig weil am nächsten Tag ist die To-Do Leste wieder voll und dann fängst du wieder an!
00:18:12: Und wichtig ist dich einmal also je besser der eigene Fokus ausgerichtet ist für sich Die eigenen Anforderungen auch verstanden sind an sich und zu schauen was kann ich auch ruht umso besser kann Ich dann auch Dinge aussortieren.
00:18:28: Ja, jetzt
00:18:29: stellen wir uns mal vollzünder Sachen dabei.
00:18:32: Wo ich merke, na die mache vielleicht schon gern, die gehören aber wirklich nicht in die Führungsrolle.
00:18:38: Vielleicht gar dann wenn ich zum Beispiel aus dem Team in die führungs Rolle gewechselt bin, dann ist es ja ganz häufig so dass man so lieb gewonne Aufgaben vielleicht gerne mitnimmt und gleichzeitig eben insbesondere in Teilzeit merkt hey geht sich nicht aus.
00:18:53: Was kann denn da helfen, um dieses Loschlassen zu unterstützen so auf der individuellen Ebene?
00:19:02: Also es kennt jeder das man sich festhält an Aufgaben die einem auch immer Spaß gemacht hat.
00:19:09: ich würde Beratung sich nicht empfehlen, alle Aufgaben aufzugeben wo man Energie zieht.
00:19:18: Also da zu sagen radikal alles weg was vielleicht nicht ganz passt sondern man muss sich schon diese Führungsrolle auch so gestalten dass man eine Aufgabe hat wo man sagt da lade ich mich auf aber grundsätzlich gibt es natürlich Dinge die man aufhören kann und abgeben kann Für sich auch sagen kann es als Experiment zu sehen, also zu sagen ich experimentiere damit zu schauen wie fühlt es sich an diese Aufgaben abzugeben.
00:19:48: Und gleichzeitig wenn's natürlich größere Sachen sind die auch die Identität berührt haben Die vielleicht auch eine Identität geschaffen haben und die man lange gemacht hat lohnt es sich da auch einmal in einem Abschieds- und Verarbeitungsprozess zu gehen, dann für sich selbst zu überlegen.
00:20:06: Wie war das für mich einmal auch wichtig?
00:20:10: Ich beschreibe im Buch das Entenmodell.
00:20:13: Das sind einfach fünf Schritte die man machen kann wenn man sich über Enten Gedanken machen möchte und über die Verarbeitung.
00:20:21: Und das erste ist tatsächlich die Ehrlichkeit darüber zu sagen ich mache das jetzt für die nächste Zeit entweder Wenn es einem sehr schwer vorkommt, nicht für immer aber zu sagen.
00:20:31: Für die nächsten drei Monate gebe ich das ab und wichtig ist da auch ehrlich und klar zu sich zu sein und nicht zu sagen Ich mache das irgendwie weiter.
00:20:39: Ach diese Woche habe ich's nicht geschafft ja gut dann sondern einmal auch zu sagen okay ich nehme da jetzt einmal bewusst Abstand und Abschied von der zweite Schritt wäre zu sagen Mach mir irgendwelche Gedanken zur Dankbarkeit, zu sagen wie war das früher für mich?
00:20:57: Ich bin dankbar dass ich das gemacht habe.
00:20:59: Was war daraus wertvoll?
00:21:00: was hab ich daraus gelernt?
00:21:03: Dann auch Wertschätzung entgegenbringen was der dritte Schritt wäre zu sagen man kann sich Ich habe auch mal einen Brief geschrieben, an zum Beispiel eine Führungskraftdichmar hatte von der ich mich sehr schwer lösen konnte.
00:21:18: Zu sagen wofür bin ich denn wirklich dankbar?
00:21:20: Was hab' ich daran wertgeschätzt um nicht immer... Gedanklich dahin zu springen, weil man springt dann teilweise da hin und merkt Man kann das wirklich nicht loslassen.
00:21:29: Es ist irgendwie noch so nah bei einem aber es ist auch schmerzhaft und das sind meistens gute Punkte wo man dann sagt okay Dann sollte man sich darüber einmal die Zeit nehmen uns auch über Wertschätzung Gedanken machen Und dann sich Schritt für Schritt davon lösen auch zu sagen wie sieht denn jetzt mein neuer Arbeitsalltag aus den Blick danach richten auf das neue zu sagen, wie kann ich das möglichst konkret machen?
00:21:54: Weil was wir nicht haben wenn wir in dieser Zwischenphase sind zwischen dem Loslassen und dem neuen Arbeitsalltag.
00:22:01: Wir wissen ja noch nicht, wie fühlt es sich an!
00:22:02: Wir wissen sehr gut wie es sich angefühlt hat die Aufgabe zu machen, die man vorher gemacht hat aber wir wissen nicht wie sich der neue Arbeitsalltag anfühlt.
00:22:10: Und das können wir indem wir zum einen Dankbarkeit und Wertschätzung und Erkenntnisse rausziehen aus dem Alten Aber auch sich konkret auf das Neue ausrichten und schauen, wie sieht denn der neue Arbeitsalltag aus?
00:22:21: Was mache ich dann jetzt die nächsten
00:22:23: Tage?".
00:22:23: Und das gibt natürlich auch halt.
00:22:25: Also in der Trauerarbeit sagt man immer, man muss den trauern einen Treppengeländer bauen, dass man eben in die Bewegung wiederkommt, in die stabile Bewegung und nicht verharrt in einer Paralyse.
00:22:41: Gleichzeitig muss ich sagen, in meiner Recherche habe ich gemerkt was hilft gegen... Überlastung und das Gefühl von Diffusor über Lastung sind einfach Entscheidungen.
00:22:51: Auch wenn es hart klingt, auch wenn es eben nicht einfach ist, Entscheidungen selbst falsche Entscheidungen sind besser als eine nicht getroffene Entscheidung.
00:23:01: Also die Entscheidung bringen uns in die Bewegung wieder.
00:23:06: Und selbst wenn wir das Gefühl haben, wir probieren jetzt aus dass wir diese Aufgabe abgeben, dass wir das Projekt erstmal pausieren dann sind wir in unserer Wirksamkeit wieder da, weil Überlastung entsteht oder das Gefühl von Überlastungen steht eben nicht nur durch super viele Aufgaben.
00:23:21: Weil sonst könnte man das ja messen.
00:23:23: Sonst könnte man sagen Führungskraft A hat so und zu viel Aufgaben, Führungskraft B hat Sohn zuviel Aufgaben dann gibt a auf b ab und dann ist doch alles gut.
00:23:31: sondern überlastung entsteht eben.
00:23:33: oder diese diffuse Überlastungsgefühl durch hohe Anforderungen die man auf sich spürt und einem kleinen Handlungsrahmen, den man spielt.
00:23:44: Also man fühlt sich wie in einem klassischen Hamsterrad.
00:23:47: Man muss die ganze Zeit irgendwie rennen aber man hat keinen Einfluss darauf wohin.
00:23:56: Jetzt habe ich dich schon einiges gefragt.
00:23:59: Gibt es noch was, was du gerne den Hörerinnen mit auf den Weg geben möchtest?
00:24:03: Was ich dich jetzt nur nicht gefragt habe?
00:24:08: Ich glaube das Wichtigste ist zu sagen... Du bist nicht das Problem.
00:24:15: Nicht die eigene Produktivität, nicht die eigene Optimierung ist das Problem sondern es sind strukturelle Punkte die den Arbeitsalltag so voll und so anstrengend sich anfühlen lassen.
00:24:30: und es ist total gut und wichtig da einmal einen Schritt zurückzugehen auch zu sagen man muss nett zu sich sein.
00:24:38: Also wir müssen alle netter zu sich sind, das tut uns viel besser als zu sagen, wir müssen da noch mal ran und das noch optimieren und da nochmal ein bisschen besser werden sondern ich glaube wichtig ist bei all den Punkten die wir besprochen haben wie wir Dinge aussortieren, besser machen.
00:24:59: loslassen ist es sich in seiner Imperfektion auch auszuhalten.
00:25:07: Selbstführung.
00:25:08: Selbstführungen ist nicht nur optimieren, optimieren und optimieren.
00:25:11: Man kann eigentlich alles ändern aber nicht alles muss verändert werden.
00:25:15: Ich glaube das ist wichtig dass man sich in dieser Imperfektion auch aushält und sagt wenn ich jetzt einen Tag habe wo ich überfordert bin und ich mein ich hab ein Buch gegen Überlastung geschrieben und ich fühle mich sehr oft immer noch überlastet es ist gut da auch zu sagen das ist vollkommen in Ordnung.
00:25:31: Und wenn das so ist und wenn das vor allem über Tage Wochen und Monate geht dann sollte man was machen für die eigene Gesundheit, den eigenen Erfolg und den Fokus.
00:25:41: Aber es ist auch vollkommen in Ordnung sich unproduktive Tage durchgehen zu lassen – Tage wo man überlastet ist und ich weiß wie man das alles schaffen muss.
00:25:49: Das ist auch alles Teil davon und das ist vollkommen ordnung!
00:25:54: Ja, ich glaube das ist ein schönes Schlusswort für unser Gespräch.
00:25:57: Heute Marina, ich danke dir erst mal!
00:25:59: Wir verlinken dein Buch natürlich in den Show-Notes und ich dank dir wirklich ganz herzlich fürs Gespräch!
00:26:05: Mach's gut bis bald vielleicht!
00:26:07: Danke schön!
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