Malte Meyer | Mein Weg in die Teilzeitführung
Shownotes
Mehr Infos zu Malte: https://www.linkedin.com/in/malte-meyer-coaching/
Transkript anzeigen
00:00:01: Malte-Maya ist dreifacher Vater, ehemalige Teilzeitführungskraft und begleitet heute Männer, Väter und Organisationen dabei gleichberechtigte Elternschaft zu ermöglichen.
00:00:11: Wir sprechen heute über seine Erfahrungen mit Führung in Teilzeit.
00:00:15: wir sprechen darüber was es denn braucht damit das Modell funktioniert sowohl auf der Seite von im Video also den Menschen die dann in den Rollen sind als auch auf der Unternehmenseite.
00:00:27: Hallo Malte, herzlich willkommen im Teilzeit-Talente Podcast.
00:00:29: Ich freue mich sehr, dass
00:00:30: du da bist!
00:00:34: Ja die erste Frage hier im Podcast ist immer, wie bist Du selber zum Thema Teilzeitführung gekommen?
00:00:41: Was ist Dein Background?
00:00:44: Ehrlicherweise meine Frau.
00:00:48: Sie hat in vier Jahren davor als Vollzeitführungskraft bei einem Automobilkonzern verbracht Und dann war das erste Kind auf dem Weg kurz vor, war dann nicht zu erwarten Corona-Zeit.
00:01:05: Wir haben es mit dem ersten Kind nicht ganz einfach gehabt und grundsätzlich war aber auch ihr Anspruch immer, trage deine Verantwortung, nehmt seine Verantwortung wahr und versuche nicht diejenige zu sein der nur nach Feierabend nach Hause kommt und das Kind ein bisschen betüdelt und denkt alles ist in Ordnung und alles macht nur noch Spaß!
00:01:26: Ja, und ich habe eineinhalb Jahre tatsächlich gegen meine eigenen Glaubenssätze angearbeitet.
00:01:33: Das ist glaube ich das... Also mein größtes Learning aus der gesamten Zeit und das was ich auch jetzt beruflich mache weil Ich hab das nicht gewollt so richtig Weil hochkonservativer Bereich Automobilproduktion Dreischichtbetrieb Anwesenheitskultur Ja Karrierechancen durch durch erreichbar sein immer.
00:02:02: Und das sind einfach Dinge, die tief in mir saßen.
00:02:04: Gleichzeitig mein Vater der zumindest in den letzten Jahren, die ich bewusst wahrgenommen habe also so in den prägnesten jahren fünfzehn ab fünfzehnt aufwärts als Geschäftsführer einer Firma eigentlich gearbeitet hat.
00:02:19: So meine Wahrnehmung.
00:02:20: natürlich haben wir auch unsere Zeiten gehabt.
00:02:22: aber ja und so bin ich groß geworden.
00:02:26: Das hat einfach ewig gebraucht Das zu verstehen, woher das eigentlich kommt.
00:02:29: Und dann war es am Ende ein Gespräch mit meinem Chef zu sagen hey!
00:02:34: Mein Handlungsdruck und mein Leidensdruck sind jetzt so groß ich brauche das jetzt.
00:02:40: Ich schieb mir den Antrag und dann haben wir uns beide angeguckt.
00:02:45: Und ich habe mir bitte die Frage gestellt warum habe ich eineinhalb Jahre dafür gebraucht?
00:02:52: Die Kinder haben das gemacht als erste Kind Meine Frau, die sowohl fordant als auch fördernd gesagt hat.
00:03:01: Beteilige dich und nicht nur mit zehn Prozent sondern mit fünfzig Prozent Und Die Kinder werden das lieben mit der Zeit zu verbringen und sie werden davon ein riesen benefit haben.
00:03:12: genauso wirst du es auch haben.
00:03:14: Das hat mich dann am ende überzeugt
00:03:18: Bevor wir drüber sprechen.
00:03:19: also Wie interessiert natürlich, wie hast du es dann konkret gemacht?
00:03:22: Also wie hat's funktioniert.
00:03:23: Wie habt ihr den Job organisiert?
00:03:26: Davor würde ich gerne mal so ein bisschen auf diese persönliche Reise gucken, weil... Ich habe Lustige bei sich im Podcast jetzt die letzte Episode, die ich aufgezeichnet hatte, die jetzt im Mai rauskommt.
00:03:35: Da hab' ich mit Carsten von O gesprochen, der ist als Fährtercoach auch unterwegs und beschäftigt sich ganz viel mit dem Thema.
00:03:42: Und dieses Thema fährt er bis heute gerade wahnsinnig virulent, wenn man schaut, so Videos beschreibt!
00:03:48: aktive Väter oder Väter, die sich aktiv an Kehrarbeit beteiligen sind ein ganz wichtiger Karrierefaktor für Frauen.
00:03:55: Also das muss man ganz deutlich sagen, es war bei mir auch so und ich habe im Ende des Modells mit meinem Mann gefahren wie du jetzt immer auch so beide dreißig Stunden gearbeitet In dem Konstrukt.
00:04:06: Und das Spannende ist ja, dass das was du jetzt so erzählst – es klingt dir zu easy, deine Frau hat gesagt, ja schon mal mach's dir mal!
00:04:12: Hast du auch etwas davon?
00:04:14: Du hast dann zwar ein bisschen gebraucht aber du hast den Schritt gemacht und diesen Schritt in Deutschland machen, ich glaube, neun Prozent der Väter bin ichs richtigen
00:04:22: Kopf."
00:04:22: habe.
00:04:23: Also die ist ein verschwindend geringer Anteil, obwohl man ja aus Studien weiß wie der großen Väter studiert zum Beispiel dass zweinvierzig Prozent der Väter sagen Ja ich würde eigentlich gerne mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen.
00:04:34: also es gibt einen irren Gap zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
00:04:39: Jetzt klang das so einfach bei dir naja du hast ihn da so ein bisschen überlegt aber Hast du eine Erklärung dafür warum dir der Schritt gelungen ist?
00:04:46: Der anderen vielleicht nicht gelingt
00:04:50: weil meine Haltung entscheidend war dann irgendwann wirklich zu verstehen, wie wichtig das Ganze für meine Partnerschaft ist.
00:04:58: Für meine Ehe ist, für meine Frau ist und das auch selber zu machen.
00:05:05: Wenn ich Männer oder Unternehmen berate geht es immer über das Dreieck können wollen dürfen Und können und wollen haben ganz viele und sie dürfen auch auf dem Papier weil in gerade umso größertes unternehmemässig meine Kommers im Weltkonzern.
00:05:22: jemals darf man alles im Rahmen der Möglichkeiten natürlich und formell informell dürfen.
00:05:33: Schwierig, schwierig!
00:05:36: Und das ist ein Punkt zu verstehen dass man selber eine Hand hat, dass es eine eigene ganz bewusste Entscheidung ist.
00:05:44: Das ist auch in der Partnerschaft.
00:05:46: also gibt genügend Beispiele aus meinen engeren Freundeskreis wo die die klassische Aufteilung, da es vierzig zu fünfzehn Stunden oder gar nicht arbeiten.
00:05:57: Die wenigsten dafür entscheiden sich bewusst das Modell so zu leben und das Model hat ja auch seine Vorteile für wenn man das genauso will.
00:06:05: aber es geht um das Bewusstemachen was ein großer großer Schritt ist dabei wegzukommen was andere darüber denken und was bei mir der Punkt war ganz klar sich damit ausnahzusetzen.
00:06:18: was heißt das eigentlich?
00:06:20: Also wirklich mit Euros auch das zu rechnen, weil ein Freund von mir hat ähnliche Thematiken.
00:06:28: Er sagt auch ich würde gern Zeit in meinen Kindern verbringen gerne mehr Zeit.
00:06:31: meine Frau wünsche es auch.
00:06:33: und warum machst du das denn nicht?
00:06:35: Du darfst doch!
00:06:36: Deine Firma erlaubt das ist möglich bei dir.
00:06:39: Du willst dasselbe auch.
00:06:39: wo ist der Haken.
00:06:41: Wir können das sich leisten.
00:06:43: Es ist okay.
00:06:43: wie viel fehlt denn wenn du von vierzig auf dreißig Stunden was immer noch ein Anteil ist?
00:06:49: keine Ahnung Okay, also doch nicht gewollt.
00:06:54: Man muss sich damit sehr konkret auseinandersetzen und kräft einmal Erwartungshaltung besprechen in der Partnerschaft.
00:07:01: Das ist wichtig.
00:07:02: das ist der Ausgangspunkt dafür.
00:07:05: Klar kommunizieren was man will und was man nicht will insbesondere im Unternehmen so umfällt Und wozu man bereit ist Für sich selbst eine starke Haltung haben und die Chancen oder Risiken einfach einmal zu besprechen weil es kann einen finanziellen Auswirkung haben, die nicht unbedingt jede Familie tragen kann.
00:07:23: Ich habe mit der ersten Entscheidung vorhin ich mache das ein Betrag X davor gehabt von mir auf dem Zettel gehabt und hat mich erst mal selber die Frage gestellt okay wie kriege ich den wieder rein?
00:07:34: Und nicht durch mehr arbeiten sondern durch Reduktion von Ausgaben als ob ich die bewusste Entscheidung getroffen für die nächsten zehn Jahre.
00:07:42: so war meine Zeit horizontal.
00:07:44: in Teilzeit mache ich keine private Altersvorsorge.
00:07:49: Schon war das relativ schnell wieder drin, dazu darf ich auch sagen dass sich als Führungskraft in einem Automobilkonzern natürlich oder das heißt natürlich ist falsch gesagt ein entsprechend hohes Gehalt hatte was sowas auch überhaupt relativ schnell denkbar und rechenbar gemacht hat.
00:08:10: wenn ich der Alleinverdiener und meine Frau deutlich deutlich größere Abstriche dabei hätte was ihr ihr Gehalt angeht dann wäre das deutlich schwieriger gewesen.
00:08:19: Jetzt hast du ganz spannend geschrieben, wie du es so für dich gerechnet habt?
00:08:23: Habt ihr auch das Familieneinkommen angeguckt?
00:08:25: Weil also eine Frage ist ja auf was bedeutet es für das Familien-Einkommen und was bedeutet das natürlich auch für die Partnerin langfristig?
00:08:33: Auch ein ganz spannender Punkt.
00:08:34: aber habt ihr da auch drüber gesprochen?
00:08:37: Ja wir haben verschiedenste Modelle auch errechnet.
00:08:40: Also welches Modell gemeinsam... in einem Rahmen, der für uns beide nicht nur bedeutig zu arbeiten sondern auch dass wir uns um uns selber kümmern können also was das Thema Erholung mentaler Gesundheit etc.
00:08:54: angeht als auch was nicht zulasten unserer Kinder geht.
00:08:58: Als dann aktiv wurde waren es schon zwei Kinder jetzt sind's mittlerweile drei.
00:09:04: Das muss auch machbar sein für beide.
00:09:08: Also es soll auch keinen... Wir haben uns für uns gesagt so lange wie ihr beide diese Möglichkeit haben als Familie So viel Zeit wie irgendwie möglich mit unseren Kindern zu verbringen, wenn sie klein sind.
00:09:17: Machen wir das trotzdem haben wir einen darüber hinausgehend Ausgaben die wir decken müssen wollen und dann haben Wir gerechnet im sin am ende zum schluss gekommen.
00:09:28: Die beste finanzielle lösung für uns die mit der wir beide da core sind ist ich habe drei stunden gearbeitet.
00:09:34: sie hat zwanzig stunden gearbeitet.
00:09:36: Wir hatten beide ein tag gemeinsam frei.
00:09:38: montags.
00:09:39: Das war unser tag Und Das war enorm viel wert.
00:09:47: Finanziell, was das bedeutet haben wir uns ausgerechnet.
00:09:51: Ich habe dann relativ früh als ich auch als ich noch Vollzeit gearbeitet habe schon für meine Frau eine private Altersvorsorge gemacht die ich bezahlt habe um zumindest mit einem gewissen Faktor auszugleichen was dir später fehlen sollte.
00:10:10: natürlich würde man nicht darüber nachdenken was passieren sollte, falls wir uns mal trennen.
00:10:15: Aber einfach grundsätzlich den Thema einmal offen ins Auge zu gucken und sagen Wir gehen nicht davon aus Und wenn wir beide uns nicht trennen sollten Was unser Wunsch ist dann gehört unsere Rammene gemeinsam auch fein Ist alles in Ordnung aber wir machen uns einmal diese Gedanken Uns sind so ehrlich miteinander das In der heutigen Welt Grundsätzlich dass einfach passieren kann und Das haben wir gemacht.
00:10:42: Also ich habe es bezahlt und auf ein bisschen Betracht gelegt.
00:10:47: Und grundsätzlich geguckt, dass wir alle Ausgaben so fair verteilen, dass das was ich mehr verdient habe auch entsprechend mehr in unsere Haushaltsausgaben gegangen ist.
00:10:57: Ja, super spannend.
00:10:58: Weil also ehrlich gesagt... Also erst mal sehr löblich was ihr nachgetan habt, weil es ja das ist tatsächlich, was ganz häufig der Knackpunkt ist, das Thema Geld und ich fand's auch gut dass du das Thema Altersversorgung für deine Frau angesprochen hast, weil man in Deutschland vierzig Prozent aller Rentnerinnen sind armutsgefährdet, total irre isst, aber was genau aus diesem Einverdiener oder Zuferdinermodell kommt.
00:11:24: Deshalb glaube ich sind das sehr gute Dinge, die ihr da angegangen seid.
00:11:30: Jetzt habe ich so rausgehört ja okay das hat dir geholfen also einmal da wirklich einen Knopf dran zu machen und sagen was heißt es denn jetzt wirklich konkret?
00:11:40: Vielleicht auch eine wichtige Voraussetzung dafür um dann an der Haltung auf etwas zu verändern weil man natürlich das einfach greifbarer hat.
00:11:51: Mich würde jetzt interessieren, dass du so beschrieben wie bist du da hingekommen überhaupt diesen Schritt zu machen.
00:11:56: Zu deinem Chef zu gehen und sagen hey ich brauche ich hätte gerne ja also aus dem aus dem Vormellen dürfen ein informelles dürfen zum Machen.
00:12:07: Wie sah es dann konkret aus?
00:12:09: Du hast gesagt, du hast dann auf dreißig Stunden reduziert.
00:12:12: Wie hast du das für dich organisiert?
00:12:13: Weil es ist ja dann die nächste Frage, die die ansteht so wie's kannst denn gehen?
00:12:17: einfach nur zu sagen naja ich arbeite jetzt vierzig statt dreizehig Stunden und es wird schon irgendwie gut gehen ist häufig eine mittelgute Variante.
00:12:24: Wie hasst du's gemacht?
00:12:26: Ja wir haben also auf der Arbeit habe ich einen Tag frei von mich genommen.
00:12:31: Also den Montag frei als ich dann reduziert habe im Mai Ja, muss ich gerade lügen.
00:12:39: Weißte ich gar nicht mehr... ...twanzig-einundzwanzig glaube ich war es unter zwanzigzweiundzwannzig.
00:12:45: War dann klar dass wir diese Stelle auch teilen werden also dann auch in den Jobsharing gehen.
00:12:53: und dann haben wir uns tatsächlich zu Hause einen Stundenplan gemacht und haben ganz klar aufgeteilt.
00:12:59: wer hat mal was zu tun um nichts zu sagen ja ich arbeite halt ein bisschen weniger dreißig auf Papier habe und dann doch vierzig mache ist irrelevant, sondern das ist unser Programm.
00:13:12: Und die Kinder werden an dem Tag von dem Elternteil zum Kindergarten gebracht und an dem tag von dem abgeholt.
00:13:20: Wenn derjenige das nicht schafft, weil etwas dazwischenkommt beruflich oder privat Dann ist es seine Aufgabe oder ihre Aufgabe das zu klären.
00:13:31: Das bedarf schon einer Partnerschaft auf Augenhöhe und einem ehrlichen Auseinandersetzen.
00:13:38: Und auch zu sagen, das kriege ich so nicht gewuppt in dem Moment.
00:13:43: Und dann daraus, dass man der Gemeinschaftlich daraus keinen Fallstrick sich bastelt sondern sagt okay habe ich verstanden.
00:13:51: danke dass du so offen bist und das sagst und jetzt gucken wir nach einer Lösung dazu.
00:13:56: Das war das private.
00:13:57: Auf der Arbeit hat dieses informelle dürfen lange gedauert deutlich länger gedaubert als das formelle dürfen Sprüche von noch weniger arbeiten oder was hast du für Geld verdienen, das du wieder leisten kannst?
00:14:13: und also akzeptiert war es lange nicht.
00:14:17: Das ist mir bei der ersten Nachhinein so deutlich aufgefallen.
00:14:21: aber ja diese Haltung hat sich ergeben mit der Klarheit, mit der Entscheidung von mir.
00:14:28: ich mache das jetzt und ich ziehe das durch weil es mir wichtig ist und das hat sich dann irgendwann geändert Nicht weil es meiner Frau wichtig ist, sondern weil es mir wichtig ist.
00:14:41: Und dieser Switch in der Bedeutung davon... Der hat enorm was gebracht von hier!
00:14:47: Weil das dann ist es meins.
00:14:49: Dann setze ich nicht etwas um, was meine Frau gerne haben will Sondern ich jetzt etwas um was ich haben will und das hat einen ganz anderen Drive bei mir erzeugt auch in der Klarheit, in der Kommunikation.
00:14:59: Mein Team wusste immer die kannten meinen Stundenplan Als ich noch alleine war beim Sharing.
00:15:04: genauso wusste natürlich mein Partner stets was los ist Und dann war es einfach eine sehr, sehr offene und ehrliche Kommunikation.
00:15:12: Und ja ich war auch.
00:15:14: als ich alleine in Teilzeit war, war ich nach meinem offiziellen Feierabend wenn ich das meinen Arbeitsplatz verlassen habe, war erreichbar.
00:15:22: Das war ich vorher auch außer meiner Arbeitsvertrags, weil ich dann... Wenn die Nachtschicht noch was zu besprechen hatte, war Ich um zwanzig Uhr natürlich doch erreichba.
00:15:31: Also jetzt sage ich natürlich damals war's wirklich natürliche denke ich so war das war schon hart Und ich habe auch morgens um fünf, wenn er nachts sich telefoniert weil es dazugehörte zu meinem Job.
00:15:42: Aber das hat sich damit nicht geändert sondern meine Verantwortung ist bewusst sein und das ist das was unterschätzt wird glaube ich mein verantwortungsbewusstsein gegenüber meinem job meiner verantwortung für die menschen die ich hatte.
00:15:55: zwanzig direkte sechshundert indirekte mitarbeitende Die ist dadurch kein bisschen schmälert worden.
00:16:00: die hab ich natürlich nicht in Teilzeit ausgeübt.
00:16:03: Ich habe nur einfach weniger zeit eine kaffeemaschine verbracht und habe meine Aufgabe klarer strukturiert.
00:16:09: Ich habe Dinge gemacht, die wichtig sind und habe unwichtige Dinge andere machen lassen oder sein lassen.
00:16:16: Und diesen positiven Nebeneffekt davon der wird leider glaube ich sehr schnell unterschätzt weil eine Zeitstress zu haben wirklich einen akuten Zeitstresse.
00:16:26: Ich muss jetzt los nicht!
00:16:27: Ich würde gerne ein Fizzler Feierabend machen sondern ich muss jetzt Los da stehen zwei Kinder und wenn ich sie nicht abhole dann ist Bambule.
00:16:34: Das ist ein Stress, den habe ich vorher nie gehabt.
00:16:37: Und dann ja da hatte ich ihn und das tat... Also es war wirklich stressig und gleichzeitig tat es halt extrem gut weil ich endlich verstanden habe was meine frau zwei jahrelang alleine gemacht haben mit zwei Kindern.
00:16:50: Ja total spannend also Und auch schön, dass du das so beschreibst.
00:16:54: Weil es tatsächlich aus meiner Erfahrung raus auch der größte Stressfaktor für Teizkäfte sind diese harten Anschläge und gerade sind häufig Frauen die eben in Modellen arbeiten den klassischer Vormittagsarbeit diesen Anschlag jeden Tag haben.
00:17:08: Das ist der Horror.
00:17:13: Menschen wie ich oder Menschen, die erfolgreich in Teilzeit führen und oft es auch mit Partnern teilen.
00:17:17: Die Kehrarbeit ganz häufig in so Wechselmodellen arbeiten wo sie sagen jeder hat lange und kurze Tage weil das einfach ein Modell ist was wahnsinnig viel Entspannung reinbringt.
00:17:26: man weiß ich habe heute mal einen Tag also sind wir umgekehrte Variante aber ich hab mal einen tag wo ich in der Ruhe etwas zu Ende machen kann im Tausch dass der andere Partner immer einen Tag hatte wo er eben mal los muss irgendwo dieses Verständnis auch entstehen kann.
00:17:42: So sind wir auch gestartet.
00:17:43: Als ich in Teilzehnte gestartet bin, ist meine Frau zuerst... Das war der Ausgangspunkt wo sie gesagt hat Ich kann nicht mehr nur jeden Tag die Kinder machen.
00:17:52: Sie waren beide Zuhause.
00:17:54: zwei Kinder Von zwanzig Monaten hatten wir zu Hause und sie haben gesagt, ich kriege das nicht mehr alleine gewuppt Und ich muss was anderes machen!
00:18:02: Ich will auch wieder etwas anders machen.
00:18:04: Und so war dann der Staat dass sie am Anfang den Montag später haben wir es halt dann aufgeteilt als sie einen anderen Job hatte und die Kinder beide in Betreuung waren, dass sie den Tag gab.
00:18:14: Er tat es uns diesmorgens um halb sieben aus dem Haus und war am achtzehn Uhr wieder zu Hause.
00:18:18: Das war natürlich ein heftiger Tag für Sie mit Autofahren
00:18:21: usw.,
00:18:23: aber sie war einen ganzen Tag da und ich hatte eine ganze Tag Verantwortung.
00:18:27: Und da habe ich das erste Mal auch gespürt von ja wow also jetzt mal eben einen Kaffee ziehen oder entspannt aus einem Fenster gucken und über die Welt sinieren, mit dem Kollegen quatschen.
00:18:41: Das wäre jetzt ganz nett wenn die beiden da sitzen und sagen Papa Hunger, Papa draußen, Papa das, Papa dies, Papa Windel.
00:18:49: Und auf das erste Mal würde ich denke so Boah!
00:18:50: Das ist ja richtig Stress, es ist ja wirklich Arbeit dieses Gefühl zu bekommen.
00:18:56: Das war definitiv meine Sichtweise auf Kehrarbeit maximal verändert weil ohne echtes selber machen ist das so schwer zu verstehen.
00:19:09: Und das ist auch eine der Gründe, glaube ich, warum in vielen Unternehmungen Teilzeit verpönt ist oder eher als will nicht arbeiten angesehen wird leider meiner Meinung nach immer noch viel zuviel weil entscheider, ich sage ganz kurz entscheider dass die selber erlebt haben was das bedeutet und auch kein Verständnis dafür haben wie genial es sein kann wenn man trotz Kehrarbeit Und auch mit Kehrarbeit, teilweise sogar auf Wege Kehrbeit im Beruf sehr erfolgreich sein kann.
00:19:45: Jetzt hast du gerade schon das Thema Unternehmen angesprochen.
00:19:47: Das muss mal da so ein bisschen die Kurve ziehen.
00:19:49: was ich jetzt... Was ich die vorhin schon fragen wollte?
00:19:54: Du hast gesagt, du bist dann in einen Top-Sharing eingestiegen.
00:19:58: Da habe ich mich jetzt interessiert und es klang so easy.
00:20:00: Das bedeutet dass das Modell gab's schon in der Organisation oder du konntest halt quasi einsteigen.
00:20:05: Das Modell in Summe Top-Sharing gab es schon.
00:20:10: Bis dato und nur im Verwaltungsbereich, in angestellt Verhältnissen ohne Schichtbetrieb usw.. Auf meiner Stelle war das dann mit meinem Stellenpartner zusammen.
00:20:22: Das erste männlich-männliche Duo War auch schön.
00:20:26: Also auch spannend für die Werbung quasi intern zu machen Und wir waren das Erste Produktion, Konzernbeit.
00:20:37: Das gab es vorher nicht also eine Dreischichtverantwortung oder eine Produktionsverantwortungen mit so viel Personal in der Art und Weise gabs vorhin dicht.
00:20:47: das habe ich meinem Chef zu verdanken der Haltung hatte, Haltung gezeigt hat indem er gesagt hat Ich vertraue darauf dass du malte Mit deinem Mindset was immer den Erfolg des ganzen höher stellt als den eigenen Erfolg Dass du ein Erfolg machen wirst.
00:21:05: Du wirst dafür sorgen, dass es erfolgreich ist.
00:21:07: Das weiß ich und das hat mir einen unglaublichen Schub gegeben.
00:21:12: Ich habe es erfolgreich gemacht tatsächlich Natürlich mit meinen Stellenpartner zusammen den ich entsprechend auch mit ausgewählt habe Dafür dass sich jemand haben mit dem ich erfolgreich sein kann.
00:21:23: Neuernennung also eine neue Führungskraft.
00:21:25: nicht durfte meine Meine Erfahrung weitergeben nicht durften jemanden begleiten.
00:21:32: Das war Total gut.
00:21:34: und da mein Chef aus der Perspektive heraus.
00:21:41: Der Wert oder die Wertschätzung gegenüber und meine Wertschätze meiner Person gegenüber gesagt, du kriegst das hin und ich vertraue dir, du wirst es so erfolgt
00:21:48: bringen.".
00:21:48: Und das war enorm viel wert!
00:21:52: Ja, auch ein ganz klassischer Faktor.
00:21:54: Übrigens also die Unterstützung der eigenen Führungskraft weiß man tatsächlich auch aus einer Studienlage dass das ganz wesentlich Erfolgsfaktor ist.
00:22:02: Also diese originalen Rahmenbedingungen wie du beschrieben hast es gibt zum Beispiel so Modelle die schon etabliert sind gerade in Konzernstrukturen ganz wichtig.
00:22:10: Die sind wichtig umso größer die Organisation ist und gleichzeitig helfen die einem nichts wenn der Support in der eigenen Entführungsebene nicht da
00:22:18: ist Absolut.
00:22:20: Ich habe auch vorher sehr, sehr viele Gespräche geführt mit meinen direkten Partnern also mit den Menschen, mit denen ich tagtäglich zusammengearbeitet habe die anderen Führungskräfte aus dem Bereich.
00:22:34: und was erwartet euch?
00:22:35: Wie gehen wir das ganze an?
00:22:36: einmal erst ich alleine und dann zusammen mit meinem Partner.
00:22:38: als wir dann zusammen gekommen sind Und das ist einer der wichtigsten Faktoren gewesen für mich war dass ich sehr viel Zeit in meinem Team verbracht habe.
00:22:48: dafür weil dass man kann noch so gut führen zu zweit, wenn man nicht ernst nimmt was die Sorgen und Nöte und Ängste der Mitarbeitende dabei sind.
00:22:59: Wir haben Tage weil ich habe vier fünf Team-Tage ganze Tagesveranstaltung mit meinem Team verbracht darüber zu sprechen.
00:23:06: erst mal warum werde ich Stunden reduzieren?
00:23:11: Wie stelle ich mir das Ganze vor?
00:23:12: wie wird der Ablauf sein?
00:23:13: Was bringt das Ganze mit sich?
00:23:15: Was erwarten Sie von einem Sharing?
00:23:18: Was sind die Gedanken dazu?
00:23:21: Wofür haben sie Angst.
00:23:23: Was dann mega cool war, weil in so einem doch sehr traditionellen sprachlich teilweise auch harten Umfeld dann sehr menschliche Seiten sich gezeigt haben.
00:23:37: Die habe ich auch immer vorher gezeigt.
00:23:38: also ich war da im Vorreiter ein Vorbild aber auch offen und ehrlich kommuniziert was mit mir los ist oder wenn wir los ist.
00:23:45: Aber dann kam halt diese Reaktion der Menschen darauf Und sehr ehrliche Aussagen, sehr menschliche Aussage.
00:23:52: Sehr viel Verständnis für meine eigene Entscheidung und gleichzeitig auch teilweise hohes Unverständnis.
00:23:59: Warum wir?
00:23:59: Warum müssen wir jetzt mit zwei Chefs und dann werden wir noch mehr kontrolliert und sage ich okay woher kommt das denn?
00:24:06: Ich habe dich bis jetzt in drei Jahren nicht hochkontrollieren.
00:24:08: warum sollte ich das jetzt machen?
00:24:10: und glaube mal warum sollte sich jemanden auswählen der kontrollieren will?
00:24:15: Ich bin ein Ergebnisfreund.
00:24:16: Ich will keine Wege kontrollieren, ich hasse das wie die Pässe selber kontrolliert zu werden und der mir nichts zutraut dass ich meinen Job gut mache.
00:24:23: für den will ich nicht arbeiten.
00:24:24: also warum sollte ich meine Haltung meiner eigenen Werte so stark verändern nur weil ich jetzt weniger Stunden arbeite?
00:24:32: Und da kamen tolle Gespräche zustande die am Ende ja geniale Ergebnisse mitgebracht haben für uns.
00:24:41: Also auch das deckt sich wirklich hundert Prozent in meine Erfahrungen.
00:24:44: Wenn Führungen Teilzeit gut eingetütet wird und das beschreibst du da, nämlich sich Zeit für die Bedenken nehmen.
00:24:53: Gut erklären wie es geht sozusagen nicht einfach blind reinrennen und sagen irgendwie wird schon funktionieren dann ist es auch eine tolle Organisationsentwicklungsmaßnahme weil es verändert was an der Kultur gearbeitet wird.
00:25:06: Weil genau dieser Kontrollaspekt den Du gerade angesprochen hast, der ist in weniger Zeit noch weniger möglich eigentlich.
00:25:12: Sondern ich muss mich darauf verlassen, dass Menschen gute Arbeit machen.
00:25:17: Und das ist eigentlich das was wir haben wollen?
00:25:18: Wir wollen keine Menschenorganisationen haben den nicht die nur arbeiten wenn ich ihn auf die Finger schaue.
00:25:22: Das ist ja Quatsch!
00:25:23: Also damit kann man ja nichts anfangen und das finde ich auch so ein ganz spannenden Aspekt der oft übersehen wird an dieser Stelle.
00:25:31: Ja
00:25:31: richtig
00:25:34: Jetzt Will ich deine Stimme nicht allzu sehr im Traktieren?
00:25:39: Man hört es vielleicht so ein bisschen, du bist erkältet hast Du gesagt.
00:25:43: Gibt's denn noch etwas was ich Dich nicht gefragt habe wo Du sagst was Dir wichtig ist was Du gerne noch hier teilen möchtest?
00:25:52: Ich also in Summe was das Thema Teilzel angeht meine Erfahrung auch aus der Beratung jetzt Es immer wieder wie Wie sehr Unternehmen verpassen tolle Mitarbeitende wirklich zu sehen, nur weil sie weniger da sind.
00:26:14: Das ist teilweise erschrecken, teilweise traurig.
00:26:20: Letztens hatte ich bei LinkedIn was geschrieben, da hat eine Frau darüber kommentiert dass die Führungs- als Wirkungsjob sieht und das ist bei mir so hängen geblieben es kein Anwesenheizjob, kein Leistungstopp, sondern Wirklungsjob.
00:26:34: und mag ja jeder gut finden ob's jetzt ein Job ist oder eine Arbeit oder einen Beruf oder was weiß ich.
00:26:40: aber Wirkung Und Wirkung kann man immer erzeugen.
00:26:45: Man kann auch mit zehn Stunden Wirkung erzeugt, wenn man es gut macht.
00:26:48: Man braucht nicht vierzehn Stunden da sein.
00:26:51: Ich vergleiche das gerne mit der Aussage von Wenn ich meine Menschen zurück ins Büro hole, dann bin ich ja sicher dass sie arbeiten.
00:27:00: Also wer zu Hause nicht arbeitet, arbeitet im Büro auch nicht und andersherum genauso.
00:27:06: Das ist aus meiner Sicht... in den Bereichen wo es nicht anders geht, wo jemand an einem Fließband arbeitet oder ein Produkt herstellt.
00:27:14: Der war auch vorhin nichts zu Hause.
00:27:16: aber da geht's dann so stark in die Pauschalisierung von Menschen und ich habe zum Beispiel für mich festgestellt dass ich als ich meine Stunde reduziert habe meinen Motor frei hatte auch wusste Ich hab am Montag einen Ersetzer keinen Vertreter sondern einer Ersetzern der genau die gleiche Verantwortung trägt für mein Job eine pure Entspannung gefühlt habe.
00:27:43: Also ich hab mental ganz anders aufräumen können bei mir.
00:27:48: Ich war deutlich, deutlich fokussierter in den Dingen die ich dann getan habe vielmehr beide Sache sowohl privat als auch beruflich und das wird leider aus meiner Sicht sehr oft unterschätzt was für ein wichtiger Faktor es ist wie vielen Menschen dadurch, dass Führung nur in Vollzeit geht oder wichtige Jobs nur in vollzeit gehen.
00:28:20: Dass das einfach dafür sorgt, dass ja viele Menschen große Chancen genommen werden und auch Unternehmen sich damit extrem große Chansen nehmen, tolle Leute zu haben.
00:28:32: Das ist ein sehr schönes Schlusswort!
00:28:34: Vielen Dank für das Gespräch.
00:28:35: ich wünsche dir alles Gute!
00:28:38: Danke schön ebenso.
Neuer Kommentar