Carsten Vonnoh | Warum Teilzeit für Väter so schwierig ist
Shownotes
Carsten Vonnoh ist Experte für bewusste Vaterschaft, Keynote Speaker, Vätercoach und Autor. Als "Gründer der Vaterherz® Akademie" arbeitet er mit Kommunen, Hochschulen und Unternehmen daran, Angebote zur Verfügung stelle, die Väter besser adressieren.
Wir sprechen heute über die Komplexität von Vaterschaft heute und was Väter konkret tun können, die gerne in Teilzeit arbeiten möchten.
Das habe ich Carsten gefragt:
• Wie ist es dazu gekommen, dass du dich heute nicht nur privat sondern auch beruflich mit dem Thema Vaterschaft beschäftigst?
• Warum ist Vatersein heute so komplex? Oder ist es das gar nicht?
• Was können Väter konkret tun, wenn sie gerne in Teilzeit arbeiten möchten? Wer oder was kann unterstützen? Was können Unternehmen tun, um Vätern beim Vatersein zu unterstützen?
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Mein Name ist Johanna Fink. Ich setzte mich für eine Arbeitswelt ein, in der Kompetenz und Potenzial über Karriere entscheiden, nicht die Arbeitszeit. Mehr Infos über mich findest du unter www.johannafink.de und www.teilzeittalente.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Kassen vonner ist Experte für bewusste Vaterschaft, Kinotspeaker, Vatercoach und Autor.
00:00:05: Als Gründer der Vaterherz Akademie arbeitet er mit Kommunen, Hochschulen und Unternehmen daran, Angebote zur Verfügung zu stellen die Väter besser adressieren.
00:00:15: Wir sprechen heute über die Komplexität von Vaterschafft und was Väter konkret tun können, die gerne in
00:00:21: Teilzeit
00:00:21: arbeiten.
00:00:23: Hallo Kassen schön dass du da bist.
00:00:25: herzlich willkommen im Teilzeit Talente Podcast.
00:00:28: Hallo Johanna, ich freue mich dass ich hier sein kann.
00:00:30: Sehr gerne!
00:00:30: Ich freu mich sehr mit dir heute zu sprechen.
00:00:32: dieses Thema Väter und Vaterschaft ist ja einst das im Kontext von Teilzeit immer noch wenig besprochen wird und gleichzeitig aus meiner Sicht eine ganz große Rolle spielt.
00:00:43: Es gibt viele Väter, die sich mit diesen Themen beschäftigen, die dann aber oft wenig Support bekommen oder wenig Role Models auch in ihrem Umfeld finden – das ist eingut worden.
00:00:52: wir heute diese Episode machen um da so ein bisschen Wissenhaltung, Ideen mitzugeben.
00:00:59: für alle, die eben sagen wollen, dass es eigentlich schon Thema für mich, aber ich habe eigentlich keine Ahnung wie ich das genau angehen kann Bevor wir da einsteigen, immer erst mal eine persönliche Frage.
00:01:10: Wie bist du denn dazu gekommen dich mit dem Thema Vaterschaft zu beschäftigen?
00:01:17: Das ist immer so eine Frage und ich gehe glaube ich immer wieder in eine andere Antwort aber im Grunde ist das was da immer wieder passiert ist dass sich an allen gescheitert bin, an denen ich dachte wo ich doch eigentlich ganz gut aufgestellt bin.
00:01:30: Ich habe das Gefühl gehabt ich war gut darauf vorbereitet Fahrt zu sein aber ich hatte keine Ahnung was es bedeutet.
00:01:36: Ich hatte keine Ahnung, was da alles bewirlt wird.
00:01:38: An Geschichte?
00:01:39: An Mustern?
00:01:40: An emotionalen Reaktionen?
00:01:42: An Schwierigkeiten, die da auftauchen würden?
00:01:44: Ich glaube, da geht es vielen Eltern sehr ähnlich.
00:01:48: und gleichzeitig bin ich quasi mehrmals vor die Wand gefahren bis zur Trennung von der Mutter meiner beiden Kinder wo ich dann danach erst realisiert habe wie viel Verantwortung ich an all diesen Prozessen hatte, wieviel bei mir ist, was ich nicht auf dem Schirm hatte lange Zeit jemanden gesucht, der mich da in diesem Bereich gut unterstützen konnte.
00:02:09: Den habe ich aber nicht gefunden und dann hab' ich das quasi mir selber sozusagen geschaffen wie es oft so ist in solchen Geschichten.
00:02:15: Ich bin dann, hab systemische Ausbildung gemacht nachdem ich zehn Jahre in der Entwicklungshilfe unterwegs war, ich nicht mehr im Ausland sein wollte in irgendwelchen abgelegenen Regionen und meine Kinder quasi aus der Ferne sehe und hab' dann ziemlich radikal diese Arbeitsebene losgelassen und hab gelernt okay was?
00:02:31: So viele Väter da draußen gibt's nicht die dieses die das so angehen und sich da gegenseitig unterstützen.
00:02:37: Und dann habe ich in meiner Region angefangen, dass selber aufzubauen.
00:02:39: Es gab dann meine erste Vätergruppe – ich hab diese wie gesagt systemischetherapeutische Ausbildung gemacht – und habe dann gemerkt, dass ich mit Vättern, die gescheitert sind erstmal ziemlich gut umgehen kann, weil dazu darauf konnte ich mich beziehen.
00:02:53: Da hatte ich Erfahrung!
00:02:54: Das hat dann irgendwann dazu geführt, dass sie gemerkt haben okay, da bin ich ziemlich alleine auf der Flur sagen kann.
00:03:01: Da habe ich gemerkt, es gibt nicht so viele die dieses Thema so bespielen und konnte durch den vielen hundert Väter, die ich dann im Laufe der Zeit erlebt habe doch eine ganze Menge lernen.
00:03:10: natürlich mein eigenen Prozess aber das was sich immer wiederkehrt und vieles ist dann doch sehr sehr übergreifend.
00:03:16: daraus habe ich meine Expertise gesammelt.
00:03:18: Das
00:03:18: ist ne gute Überleitung.
00:03:20: schon zu meiner zweiten Frage du hast es gerade schon anklicken lassen aber warum ist das Thema Vater schafft oder Vater seien eigentlich so komplex?
00:03:32: Vielleicht ist das gar nicht, für mich war es das.
00:03:34: Für viele andere Väter ist es da draußen komplex.
00:03:37: Ich glaube dass natürlich ein Riesenunterschied ist heute in dem Jahrzehnte im Jahrzehn- und Jahrhundertvater zu sein mit all diesen Erwartungen, Überschneidung, mit all den digitalen Druck, den inneren Erweckungsprozessen die auch mehr Männer ab und zu haben wo wir merken so läuft's nicht weiter.
00:03:54: also wir wollen das vielleicht anders haben mit all dem, was wir an Bindungsforschung haben.
00:03:58: Was wir an neuen Erziehungskonzepten haben und all den Realisierungen.
00:04:03: so will ich mit meinen Eltern, mit meinen Vätern... Mit meinen Kindern nicht umgehen, wie ich in meiner Partnerschaft nicht sein.
00:04:09: Und ich glaube dass Ahnen viele Männer haben aber keine Ahnung, wie sie das anders machen.
00:04:15: Das heißt die rutschen einen ähnlichen Muster rein.
00:04:16: Sie werden lauert, sie werden gemeint.
00:04:19: Vielleicht rutschend sehen diese Strafende rein In diese ständige Überforderung auch gegeneinander, in der Partnerschaft und der Eltern schafft was ich in vielen Kontexten erlebe ohne dass sie das so gleich auf den Schirm haben.
00:04:30: Also ich glaube da ist der Anspruch wesentlich gestiegen.
00:04:33: Das ist für Mütter nicht neu.
00:04:34: Die behandeln das seit mindestens sechzig-sechzig Jahren.
00:04:36: wenn ich sogar hier seit Jahrtausenden in diesem Zwiespalt Wo bin ich?
00:04:41: Ich selber wo bin ich aber verantwortlich?
00:04:43: viel mehr als ich eigentlich gut halten kann auf Dauer Und ich glaube diese Da verschiebt sich eine ganze Menge.
00:04:49: Ich glaube, früher war das sehr viel klarer gerade für Väter vielleicht auch zutiefst ungerecht verteilt.
00:04:55: einem im Sinne von dass Mütter die massive Last sozusagen all diesen emotionalen Haushalts- Beziehungsthemen hatten und gleichzeitig Väter völlig aus dem Vorwarn in vielen Bereichen was ihre Beziehungen zu den Kindern anging.
00:05:07: Dabei gibt es immer ein Anteil von Das will und kann ich nicht weil ich anderes mehr Wertschätze oder mir eingeredet wird, dass ich das tue.
00:05:14: Und dann gibt es die Ebene von was ist gesellschaftlich auch akzeptabel?
00:05:18: Was Väter tun können?
00:05:20: und da sind wir glaube ich mitten mit dem Thema.
00:05:22: Ich glaube vieles macht komplexer bei unserer Weltkomplexe geworden ist, weil unsere Arbeitsfelder komplex geworden sind.
00:05:27: Die Grenzen nicht mehr...die Grenzen im Grunde verschwimmen mit alldem also das was Frauen auch ohne Kinder realisieren, dass das nicht mehr leicht zu trennen ist und die Verantwortlichkeiten im Grunden immer wieder neu verhandelt werden müssen.
00:05:40: Und das macht es schwierig vor allem für uns Männer möglicherweise, weil wir kein gutes Repertoire haben.
00:05:45: Kein gutes Sprache, kein gutes Selbstgefühl was es da eigentlich bräuchte.
00:05:48: und dass zu lernen gerade so ein Stück weit auf Augenhöhe in seiner Partnerschaft ist nicht ohne.
00:05:54: Und ich hab das Gefühl, dass viele sich darauf einlassen wollen.
00:05:56: Aber noch nicht so recht wissen wie es geht?
00:05:59: Also aus der Mutter- respektive ... Ich habe auch zwei Kinder kann ich schon gut an das andocken was du sagst.
00:06:04: also ich glaube diese dieses Gefühl eine Überforderung nicht zu wissen wie man Dinge macht ja und da auch zwischen verschiedenen Rollen... Also ich war ja auch lange Führungskraft und parallel Mutter zwischen verschiedenen Rollen hinten, Tät zu wahrbahnen oder sich hin und her gezogen zu fühlen, das kann ich selbst... Ich als Mutter sehr gut nachvollziehen.
00:06:22: Und gleichzeitig glaube ich, dass was du sagst, es ist ein Prozess des inneren... Also die Persönlichkeit, die Strategienmechanismen, die einem zur Verfügung steht so stark challenged auch an der Stelle, weil man einfach merkt, ob er mit dem, was ich da mache oder was ich bisher im Leben gemacht habe oder was vielleicht auch bei meinen Eltern gesagt habe, komme ich da nicht weiter?
00:06:45: Und der kann nicht gut andocken, ist ein unangenehmes Gefühl.
00:06:54: Absolut und ich glaube wir haben da mehr Überschneidungen als wir immer so wahrhaben wollen.
00:06:57: Es wird so ein bisschen suggeriert dass das Mütter oft allein gelassen werden mit dem und es entspricht absoluter Realität und gleichzeitig auch eine Menge Väter da sind die das gerne ändern würden aber unwahrscheinlich... viel weniger Ressourcen haben als das Mütter mit der Zeit bekommen haben.
00:07:13: Die Selbstverständlichkeit ist austauschtmitten, eine Selbstverständigkeit von Angeboten in Familienberatungsstellen, in Familienzentren und auch im Unternehmen.
00:07:22: die Selbstverständlichkeit von Teilzeit, dass quasi eine Erwartungshaltung von Teilzeiten nach der Schwangerschaft schon ist bei Männern aber bei Vätern Ganz und gar nicht in der Richtung.
00:07:30: Also es gibt da viele Sachen, die wo wir aufholen müssen sowohl aus unserer Verantwortung als Väter selbst aber auch dem was wir vielleicht kommunal gesellschaftlich unternehmerisch brauchen damit das nicht mit diesen krassen mit diesem krassen Preis einhergeht, der das Ganze hat und wie wir als Mütter uns im Grunde schon seit Jahrzehnten vormachen.
00:07:51: Dass die Antworten darauf eben noch nicht so wahnsinnig überzeugend oft sind gerade weil wir Männer möglicherweise nicht an dem Platz sind oder in der Position sind wo es vielleicht einfacher wäre.
00:08:02: Ich muss jetzt, während du erzählt hast gerade an meinen Mann denken der vor ungefähr ja zehn Jahre ist es hier mit dem ersten Kind ein halbes Jahr Elternzeit gemacht hat.
00:08:08: Wir haben beide Eltern seit fifty-fifty geteilt und dann bei der Teilzeit gearbeitet und er hat auch versucht Kontakt zu anderen Vätern zu bekommen.
00:08:14: das war also selbst in einer Großstadt wie München nicht so einfach.
00:08:17: Der hat sich dann halt meine weiblichen Mütterfreunde ran gehängt.
00:08:22: Größtens heißt weil das andere einfach total schwierig war selbst in so ner Metropole.
00:08:27: Nicht ne interessante Geschichte
00:08:29: Absolut, das kenne ich gut.
00:08:30: Es hat sich ein bisschen verändert, glaube ich in den letzten zehn Jahren.
00:08:32: es gibt überall ein paar kleine Angebote und langsam fängt Fette auch an nicht nur über irgendwelche organisatorischen Sachen zu plappern oder Spielzeugen oder Technik oder sowas sondern manchmal geht's auch ein bisschen in die Tiefe und ich glaub dass brauchen wir mehr und das ist im Grunde mein Arbeitsfeld.
00:08:45: Jetzt hast du gerade schon natürlich das Thema, das Podcast erwähnt nämlich das Thema Teilzeitarbeit.
00:08:50: Weil rein praktisch was heißt dann eine aktive Vaterschaft oder sich mehr mit dem Thema Vatershaft auseinanderzusetzen?
00:08:56: Heißt oft auch mehr Zeit da rein zu investieren.
00:08:59: also es ist oft eine logische Konsequenz die sich daraus ergibt muss nicht aber kann.
00:09:02: und das führt dann oft dazu so wie jetzt zum Beispiel meiner Geschichte dass dann eben keine Partner zB sagen ja wir arbeiten beide vollzeit nach ein mögliches Modell sagen bei der Arbeit um die dreißig Stunden oder weniger gleichberechtigt, oder versuchen sich mehr und weniger gleich berechtigt um die Kinder zu kümmern.
00:09:19: Also zum einen natürlich Zeit zu investieren im Alltag ist eine Geschichte, die natürlich auch zu einer besseren Bindung oder mehr Kontakt auf jeden Fall erst mal sorgt und dann kann ich auch anders damit umgehen.
00:09:32: Jetzt erlebe Es gibt ja nicht, auf jeden Fall es gibt Väter die diesen Wunsch auch haben wie sagen hey ich will anders als meinen Vater vielleicht eben mehr für Kinder im Alltag da sein.
00:09:42: Ich will vaterschaft anders leben und die aber gleichzeitig da ganz häufig gegen extreme Hürden laufen.
00:09:50: also wenn die sagen ich möchte jetzt Teilzeit arbeiten je nach Branche kann das ja zu Aussagen wie ja damit ist eine Karriere beendet oder Bist du keine Ahnung, softy weichei was weiß ich.
00:10:04: also da gibt es ja diverse wirklich ganz schlimme Vorurteile die damit einhergehen.
00:10:09: Also wie kann man denn damit umgehen und welche Hürden gibts vielleicht noch?
00:10:15: Ja ich habe in den letzten Tagen gelesen das ist das vierzig Prozent der Väter Eigentlich weniger arbeiten.
00:10:22: Genau, da gibt es gute Daten.
00:10:24: Wir haben diese riesige Klufte dazwischen und dann was wir in Teilzeit Quoten haben gerade bei Vätern ist gar niedriger als bei Nichtvätern.
00:10:31: Das heißt das gibt so eine Tendenz von ja jetzt wo meine Kinder da sind muss ich sogar noch mehr arbeiten.
00:10:36: Das hat verschiedene Ursachen.
00:10:37: einmal wirtschaftlich ganz klar weil die Sorge mitschwingt wenn ich jetzt Kinder da sein muss ich doch noch mehr leisten sozusagen damit wir sicher sind.
00:10:43: wie auch immer also vielleicht sehr erscharge ist in gewisser Weise was da kommt.
00:10:46: Wenn
00:10:47: er kriegen auch bessere Jobs angeboten gibt es auch Daten dazu.
00:10:51: Ja, sorry!
00:10:52: Das passt da auch rein.
00:10:53: Es
00:10:54: ist total wichtig weil ich bin eher selten mit Väterberötchen in Teilzeit gehen oder die schon vorher in Enteilste sind bevor sie zu mir kommen.
00:11:01: kann sein dass das dann möglicherweise ein Prozess ist aber das ist gar nicht so oft der Fall.
00:11:06: was ich merke ist diese Erkenntnis.
00:11:11: Ich möchte gerne in Teil Zeit gehen immer auch mit dem eigenem Selbstbild zu tun Mit der eigenen Vorstellung von Was Bin ich denn wert wenn voll das Liefer, was gesellschaftlich in meinem Umfeld vielleicht auch von meiner Frau, mein Partner erwartet wird.
00:11:23: Und wer bin ich denn wenn ich plötzlich Inhalte und für sorglich unterwegs bin?
00:11:28: Also Fürsorge als primären Fokus für einen bestimmten Zeitraum einnehme, was natürlich für viele Mütter absolut zentral ist.
00:11:36: Und diese Zerständigkeit ist nicht da.
00:11:38: Das heißt wieder angedeutet, dass ich muss mich erklären im Unternehmen warum ich das überhaupt mache.
00:11:42: Da kommt dann immer noch so ein bisschen Geschmäckle mit und je nachdem wie die Kultur im Team ist, wie die Kulturerführung du dich widmest, desto leichter ist das.
00:11:51: Und umso weniger offen diese Kultur dann ist für sowas.
00:11:57: Umso anstrengender und so beoffordener wird dieses Spagat zwischen ich liefere das auf Arbeit was ich liefern muss und will und dann gleichzeitig mit all den neuen Ansprüchen dem wir Väter vielleicht seit zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren haben kann das eigentlich nur scheitern.
00:12:12: Das ist das was viele glaube auch merken dass es nicht zu leisten.
00:12:16: Viele gehen sogar eher noch auf Arbeit, weil sie das Gefühl haben hier bei sich wie der Hansel läuft.
00:12:21: Hier sind die Prozesse klar, hier weiß ich was ich liefern muss und kriege Wertschätzung.
00:12:25: Und es ist zu Hause nicht der Fall erstmal gerade wenn wir diese klassische Modell haben Mütter gehen viel länger in Elternzeit.
00:12:31: Die haben eine riesige Kompetenzsteigerung durch die Erfahrung, durch die Zeit die sie investieren und dann entsteht so ne Kluft wo viele Felder wirklich dran bleiben.
00:12:40: Mut brauchen sich da auch immer wieder den zu stellen.
00:12:42: dieser fehlenden Augenhöhe die dann eigentlich im Grunde entsteht sind viele Männer schnell wieder auf Arbeit, gar nicht so sehr um sich daraus zu ziehen sondern aus der Sorge da irgendwie in beschämte Situationen zu kommen.
00:12:55: Scham ist für mich eine sehr zentrale Emotionalität oder Geschichte die damit schwingt... Wenn es darum geht, dass Väter eigentlich das tun, was ihnen guttun würde und ihre Familie tun würde.
00:13:04: Aber wir sind so eng in unserem Handlungsspielraum, dass da auch heute noch eine Menge Mut dazu gehört.
00:13:11: Also wirklich den Teilzeit als Vater im Unternehmen unterwegs zu sein ist Pionierarbeit in gewisser Weise sowie das ganze Väterthema am Grunde Pioniarbeit ist.
00:13:20: Und gleichzeitig wissen wir, was es für einen Unterschied machen würde, für Mütter Männer an ihrer Seite zu haben die... die diesen Weg bewusst gehen.
00:13:27: Und gleichzeitig wissen wir aber auch, dass viele Mütter das nicht gewohnt sind, dass sie das nicht als Geschichte haben, dass ihr es nicht als Bild habt und dass wir vielleicht viel von Augenhöhe plappern als Eltern, aber keiner wirklich eine solide Erfahrungskräufe dafür hat.
00:13:40: Keine Ahnung.
00:13:43: Genau!
00:13:44: Das Haus, das sich da gemeinsam drauf einzulassen ist schon quasi echt... Top-Level an Reflexion, an Entwicklung als Eltern.
00:13:51: Und ich glaube aber das wird es brauchen im einzwanzigten Jahrhundert.
00:13:54: Ich glaube dass wir das brauchen um Kinder gut zu begleiten und nicht permanent diese Überforderung zu gehen und dann wieder in die alten Muster zu kommen.
00:14:03: haben da eine gesellschaftliche Verantwortung, das klar auch mitzutragen.
00:14:07: Und wir vielleicht als Männer noch mehr die Verantwortung auch mutig und klar dahin in Verhandlungen zu gehen, weil wir anerkennen unsere Familie ist vielleicht die Priorität für den nächsten Jahr.
00:14:16: Ich
00:14:17: würde sogar soweit gehen, Karsten, um zu sagen dieses Thema aktive Vaterschaft oder wie immer man es nennen will ich weiß nicht ob du dem Begriff gut mit dem Feind bist oder sagst ne das hat für mich ein Geschmäckler.
00:14:27: aber die Idee zu sagen dass sich Väter aktiv Erziehungsarbeit, emotionale Arbeit vor allem auch und das finde ich ist der Knackpunkt aus meiner Sicht einbringen.
00:14:37: Und damit auch eine Entlastung auf Seiten der Mütter entsteht es für mich der Gamechanger zum Thema Gleichberechtigung.
00:14:45: Das ist das was ich gelernt habe in den letzten Jahrzehnten also wohl aus der eigenen Erfahrung als das was sich sehe bei den Menschen mit denen ich arbeite weil diese Wir haben eine Gesellschaft in der die Frauen seit den siebziger Jahren schön in den Arbeitsmarkt geschoben wurden, muss man ja auch sagen.
00:14:59: Also erst mal durften Sie dann arbeiten und jetzt ist es mal eigentlich ein Punkt wo man schon sagt, die müssen arbeiten?
00:15:04: Ja bei A kann sonst kein Mensch mehr sich ein Leben in der Gutstadt finanzieren.
00:15:07: Geschweige denn wir kriegen im nächsten Jahrzehnte mit demografischen Wandel und Co auf die Reihe.
00:15:13: das heißt da ist ja ein gewisser Erwartungsdruck auch da Und gleichzeitig ist eines eben nicht passiert dass diese die Aufteilung der Kehrarbeit oder Fürsorgearbeit entsprechend umverteilt wurde, sondern in vielen Fällen hat man halt jetzt die Situation dass Frauen halt auch arbeiten oder Mütter auch arbeiten und das die Folgen können wir uns heute anschauen.
00:15:32: Nämlich das sind massive Überlastungsfolgen.
00:15:34: Das ist ein Gefühl, ein persönliches Scheitern bei vielen Müttern die sagen warum kriege ich es nicht auf die Reihe?
00:15:39: ja auf Instagram schaffen das doch alle.
00:15:41: also da haben wir ja momentan auch eine Entwicklung die ich ganz ganz kritisch sehe
00:15:48: Und deswegen finde ich es schön, dass du mich auch eingeladen hast hier.
00:15:50: Weil ich sehe jetzt wie viele Frauen in diesem Format sind und wie wenig Männer da sind.
00:15:55: Ich glaube das ist eigentlich nicht losbar ist wenn wir Väter nicht adressieren sowohl von Unternehmensseite als auch innerhalb der Familien als auch für uns Männer selbst.
00:16:07: Das lässt sich nicht lösen.
00:16:08: Also es lässt dich alleine nicht lössen.
00:16:09: und dieser Kampf, den viele Mütter führen um klar zu machen hey das geht so nicht ich will das anders ist oft nicht so wahnsinnig hilfreich, weil der auch alter Muster sozusagen von Übergriffigkeit, von allein gelassen, von Zorn, auch von Charme wie du andeulichst diese dem Schuldgefühl auch dass sich das nicht alles zusammenzubringen ist.
00:16:28: aber wir sollten glaube ich die Erkenntnis ankommen lassen, dass Vereinbarkeit im Grunde immer eine Lüge bleibt wenn nicht auf dem Schirm haben, was das Filmpreis jeweils hat.
00:16:37: Und dass wir uns bewusst entscheiden welchen Preis sind wir als Eltern bereit zu zahlen?
00:16:41: und Das geht nicht ohne das fetter diese Diskussion mitführen oder dass sie dann schauen okay Was braucht es damit?
00:16:48: Wir das entspannter machen können ohne dass wir permanent in die Beforderung kommen und ohne dass unsere Kinder uns die ersten drei vier fünf Jahre im Prinzip nicht wirklich präsent emotional verantwortlich erleben und das ist Das kennen viele von uns auch aus früheren Generationen.
00:17:04: Ich glaube, dieser Kenntnis ist langsam bei vielen angekommen, dass das so nicht weitergeht.
00:17:08: Nur, glaube ich, sind wir an dem Punkt, dass wir anfangen erst diese Gespräche zu führen und anfangen auch zu sehen, dass es beide Seiten braucht und es ein neues Miteinanderbrauch.
00:17:17: Ja und dafür fällt viel Zeit auch an Modellen, an Strukturen.
00:17:21: Also auch wenn man strukturelle Rahmenbedingungen wie Besteuerung zum Beispiel anguckt ganz simple Dinge die sind ja alle nicht darauf ausgelegt auf so ein gleichberechtigtes Modell sondern da sind wir immer noch an der Stelle wo eben einer verdient und der andere macht die Kinder.
00:17:35: das ist das was am einfachsten funktioniert
00:17:38: Ganz genau und wir sind erstaunlich.
00:17:40: Wir sind Wesen, die dann doch den geringsten Willen nehmen, weil gerade als Eltern eben so viele neue Antreverantwortlichkeit ist.
00:17:47: Gehe ich nicht plötzlich einen Schritt der unter mich viel Kraft und Risiko bedeutet?
00:17:51: Und das kann ich total nachvollziehen.
00:17:53: deswegen braucht es diese Strukturen von denen du sprichst.
00:17:55: Jetzt lassen sie nochmal so den Blick auf die Väter an sich werfen also... wenn du mit Vätern arbeitest oder Vätern begegnest, die sagen hey dieses Thema ich würde gerne meine Arbeitszeit reduzieren ein Stück weit.
00:18:08: Ich möchte da zu einer anderen Verteilung kommen.
00:18:11: was hilft denn da?
00:18:12: also wie kann ich denn mir Hilfe suchen?
00:18:15: Was gibt es denn für Ideen wie ich mir Unterstützung suchen kann?
00:18:21: Ich glaube wir Männer müssen uns bewusst machen und Zeit dafür nehmen um zu entscheiden was wir eigentlich wollen.
00:18:29: Die meisten von uns funktionieren so vor sich hin, wir reagieren auf das was ein Anforderung von irgendwelchen Stellen da ist und dann versuchen der Bestmöglich damit umzugehen.
00:18:38: Ich glaube es braucht am besten vor und kurz nach der Geburt die Entscheidung, okay was wollen wir wirklich?
00:18:45: Weil viele Paare klären das wunderbar vor der Gebur.
00:18:48: Aber die Realität ist dann nochmal andere und viele rutschen in diese alten Modelle wieder rein weil es scheinbar leichter und besser ist.
00:18:53: aber es braucht einen dranbleibende Entscheidungen.
00:18:55: Nein ich möchte Teil wirklich der Entwicklung meiner Kinder sein.
00:18:58: Ich möchte nicht dass meine Partnerin mein Partner das allein in diesem Kontext übernimmt im weitesten Teil.
00:19:04: Und ich möchte nicht immer aus dem Vorsein in dieser Kompetenzentwicklung der Beziehungsgestaltung in dem bezugsbezugspersonen sein.
00:19:11: und ich glaube, dass wenn mit Wenn wir so eine Entscheidung treffen und die kann erst mal temporär sein, dann muss ich in Gespräch gehen.
00:19:17: In der Partnerschaft, in der Elternschaft zu gucken was wollen wir eigentlich?
00:19:20: Was ist realisierbar?
00:19:21: Zumindest für die nächsten sechs bis zwölf Monate vielleicht und dann kann das auch wieder angepasst werden.
00:19:25: Also alleine aus diesem Funktionieren kurz auszusteigen und es ist völlig klar dass wenn Baby da ist und alles neu ist, dass da echt nicht gleich der Raum dafür da ist, völlig klar!
00:19:33: Und trotzdem braucht's das an irgendeiner Stelle und dafür braucht man diese Offenheit, diese Suche von Männern.
00:19:39: Da braucht es Angebote, einen Rahmen wo das adressiert wird Auch in Unternehmen, dass das überhaupt ein Thema sein kann.
00:19:46: Ich glaube es braucht Vorbilder auch wenn wir vielleicht diesen Begriff ein Stück weit zu überstrapazieren.
00:19:53: aber wenn ich das nirgendwo sehe und sowieso unsicher bin ob ich das gut machen kann Wenn ich keine Austausch habe mit anderen Vätern wie ich damit gut umgehen kann Mit dieser Mehrbelastung auf der einen Seite Aber auch mit dieser völlig neuen Verordnung Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dranbleibe viel geringer.
00:20:14: Und die meisten rutschen da rein, weil sie sich rutschend in so eine Situation rein.
00:20:20: Weil sie konfrontiert werden mit den Anforderungen oder mit den Vorwürfen ihrer Partner.
00:20:25: Wo dann klar ist, so will ich das nicht weiter bis hin zur Drohung der Trennung und dann bewegt sich was.
00:20:30: aber Ich glaube es muss nicht sein.
00:20:33: Es ist gut wenn Männer selbst verantwortlich diese Themen auch ein Stück weit berühren.
00:20:40: Das ist oft frustrierend, ich erlebe viele Mütter da draußen die zutiefst hoziert sind weil sie eigentlich wissen was sich bewegen und was passieren müsste.
00:20:46: Und das sehe ich total in dieser Eigenverantwortung bei uns.
00:20:48: und gleichzeitig gibt es eben doch eine ganze Menge Hindernisse die nicht so einfach wegzukriegen sind.
00:20:54: Einige haben wir berührt, da gibt's noch ganz viel mehr.
00:20:58: Das lasst man vielleicht heute an der Stelle weg aber es ist eben nicht so für den Mann geprägt wie die meisten Männer eben sind in so einer Rolle zu schlüpfen von heute auf morgen.
00:21:07: Intensiven Prozess braucht neue Erfahrungen, neue Sicherheitserfahrungsgründe und das ist was wo wir uns eigentlich nur gegenseitig unterstützen können statt uns gegenseilig noch mehr Druck zu machen.
00:21:17: Ja lustig dass dieser Gedanke der Solidarität den ich daraus höre da ist ja auch unter Frauen eigentlich oder wäre auch unter Frau.
00:21:24: nun Game Changer funktioniert auch nicht wahnsinnig gut.
00:21:26: aus anderen Gründen oder vielleicht auch aus ähnlichen Gründen könnte man kann man schöne Bücher liest über patriarchale Strukturen.
00:21:34: dann Ich finde mal eine Antwort auf diese Fragen, aber auch das soll heute nicht das Thema sein.
00:21:38: Ich würde jetzt gerne noch einmal auf die Unternehmensseite wechseln.
00:21:40: Du hast gesagt okay was brauchen Väter ja?
00:21:42: Die brauchen Vorbilder, sie brauchen Kontakt und Gespräche.
00:21:47: Schön wäre ich als Frau spätestens im Geburtsvorbereitungskurs.
00:21:53: Stößt man oft das erste Mal auf so hier Themen, vielleicht auch im Freundes- oder Bekanntenkreis schon früher.
00:21:58: Und ja diese Strukturen fehlen eben für Männer an der Stelle, sondern irgendwann ist das Kind dann da und dann geht es weiter.
00:22:07: Lass uns doch mal ein bisschen gucken was jetzt Organisationen tun können weil du arbeitest ja auch viel mit oder hauptsächlich mit Organisationen und was können die denn machen um Väter in der Organisation zu unterstützen?
00:22:18: Und vor allem was haben sie denn davon?
00:22:23: Ich glaube, da gibt es ein ganz großes Spektrum was Unternehmen und Organisationen machen können.
00:22:28: Aber prinzipiell das Wichtigste ist, Väter überhaupt als Zielgruppe auf dem Schirm zu haben.
00:22:31: Und nicht nur so ein bisschen als ja die sind irgendwie da oder wir sprechen dir in Liebe Eltern an sondern wirklich zu sehen dass es eine andere Zielgruppee ist, die möglicherweise etwas anderes braucht auch wenn es viele Überschneidungen gibt.
00:22:40: also sie überhaupt auf den Schirm haben überhaupt einen Angebot zu formulieren was Väter im Titel trägt.
00:22:46: Das ist bei vielen schon nicht der Fall.
00:22:48: Also alleine das zu realisieren, dass wir das im Unternehmen in der Organisation nicht haben ist ein großer Punkt.
00:22:53: und dann zu gucken okay was bräuchte es vielleicht.
00:22:55: Und dann geht's nicht darum irgendwie so eine Alibi-Veranstaltung zu machen sondern es geht darum auch... eine Möglichkeit von Ansprechpartnerinnen zu haben, eine Möglichkeit da wirklich auch Hintergründe zu haben.
00:23:06: Eine Offenheit der Kultur im Grunde zu haben das Väter hier gesehen werden in dem was an Bedarfen und Bedürfnissen gibt eben auch im Kontext vom Vereinbarkeit auch im Sinne von wo können wir Mütter entlasten wenn wir Väter sozusagen ernst nehmen in dieser Veränderung, in den Veränderungsprozessen?
00:23:25: Das fängt damit auch an, Teilzeit eben nicht per se in der Selbstverständlichkeit nur Müttern anzubieten oder irgendwie Haupt zu thematisieren sondern als Selbstverständigkeit für alle Angestellten.
00:23:34: Als Selbstverständigkeiten möglicherweise auch für alle Führungskräfte bist du viel mehr drin.
00:23:38: und ich glaube das ist ein Unterschied macht wenn wir Führungskräfte erleben die das Ganze in Teilzeit machen.
00:23:46: Die überhaupt wo Männer da sind bewusst Vater sind und das ein Stück weit auch zeigen im Unternehmen, bewusst sich herausnehmen aus dem was vielleicht Standard vor zehn, zwanzig Jahren war.
00:23:58: Dass ich eben dann zu einer bestimmten Zeit unbedingt da bleiben muss egal ob das Auswirkungen hat auf mein Ergebnis oder nicht sondern dass ich meine Kinder abhole von der Kita, erster Schule oder in anderen Kontexten, dass ich da verantwortlich drin bin und es auch klar kommunizieren zeige und dass seine Transparenz da ist wo sich andere Väter eben auch orientieren können.
00:24:15: Ich glaube dass das eine riesigen wirklich eine Auswirkung massive Auswirken auf die Kultur mit miteinander hat, dass das beim Thema Entlastung den Riesenunterschied machen kann und dieses Beispiel dann auch den Mut befördert zu sagen, das gleichzutun.
00:24:29: Und ich glaube, dass die Unternehmen sehr viel klarer vor Augen haben okay wo sind denn hier die Engstellen, wo sind die Herausforderungen?
00:24:36: Wo ist der Stress der meinen Mitarbeiter möglicherweise in Burnout führt oder in Krankheitswochen oder in ständige Zerrissenheit was natürlich keine guten Auswirkungen auf Performance oder Ergebnisse hat.
00:24:48: Und ich glaube das ist der wichtige Punkt und ich glaube viele die heute gut Eltern sein wollen gehen da hin, wo es diese Möglichkeiten gibt.
00:24:56: Also diese Attraktivität ist glaube ich wahnsinnig wichtig gerade für Väter die das Gefühl haben hier darf ich wirklich auch Vater sein und muss das nicht als Teil von mir unterdrücken.
00:25:05: Ich glaube dass macht ein Riesenunterschied eben für das Klima im Unternehmen Ich würde mir vorstellen auch für die Produktivität, weil Väter sehr schnell lernen okay was ist wirklich machbar?
00:25:13: Was ist realisierbar.
00:25:14: Was ist wirklich produktiv an der Stelle?
00:25:16: Weil sie jeden Tag neu formulieren müssen wenn Sie da voll verantwortlich drin sind.
00:25:19: Mütter haben diese Qualität und die wird auch wertgeschätzt in vielen Unternehmen.
00:25:23: Ich glaube bei Vatern ist das noch mal am Anfang Und ich könnte mir vorstellen dass wir insgesamt auch gesellschaftlich gerade mit all den Produktivitäten zu gewinnen, allen mit dem KI-Entwicklung und all diesen Dingen sehr viel stärker auf Ergebnisorientierung gehen müssen.
00:25:37: Und nicht das was wir vielleicht auch in der aktuellen politischen Debatte immer wieder vorgeführt bekommen dass es hier doch um Stundenanzahl geht und nicht um das wie wir gute Prozesse oder Ergebnisse haben.
00:25:49: Ich glaube das ist nicht in der richtigen Richtung wie wir mit dieser Welt gut zurechtkommen und wie wir auch ermöglichen gute Beziehungen zu führen für mit unseren Kindern in den Partnerschaften, aber auch in unseren Gemeinschaften.
00:26:04: Und ich glaube das ist das was wir die nächsten Jahre sehr viel stärker realisieren, dass vieles was wir für Standard gehalten haben wegbricht oder in irgendeiner Weise ersetzt wird oder massiv verändert wird.
00:26:15: und dann müssen wir auf uns auf das konzentrieren.
00:26:16: was macht wirklich einen Unterschied?
00:26:18: Das sind die realen Beziehungen, die Verantwortlichkeiten die wir haben außerhalb dieser digitalen Welten in dem wir unterwegs sind.
00:26:25: Dann sind wir bei der Verantwortung der Unternehmen, der Organisation und erst recht der Politik.
00:26:30: Ja, also ich bin da völlig bei dir und ich glaube sogar... Ich glaube man kann fast sagen dass die Verantwortung auf Unternehmensseite momentan viel größer ist weil wir einfach in der politischen Phase unterwegs sind wo diese Themen gerade wie du es auch schon beschrieben hast der wieder unter den Teppich gekehrt werden.
00:26:43: Und es wird versucht da viele Dinge zurückzudrehen was aber nicht gelingen wird davon bin ich fest überzeugt wenn die Rahmenbedingungen siehe dem grafischer Wandel und Co.. Die passen einfach nicht dazu zu der Idee zu sagen naja jetzt müssen einfach wieder die Männer mehr arbeiten und dann wird schon alles gut.
00:26:57: das wird nicht funktionieren.
00:26:59: Ja, das ist eine Strategie die wir Männer immer sehr gerne machen.
00:27:02: Auch gerade als Väter.
00:27:04: Wenn ich das Gefühl habe ich bin hier nicht schnell und gut genug dann mache ich einfach noch mehr von dem gleichen und hoffe dann wenn ich dann weit über meine Grenze immer wieder gehe dass es besser wird und sich endlich gesehen und anerkannt und geliebt werde.
00:27:14: Das Blöde ist nur, dass wir da individuell auch umlernen müssen.
00:27:18: Dass wir gerade als Väter innehalten uns erlauben müssen, dass wir bestimmte Sachen loslassen auch von Konzeption von uns selbst.
00:27:27: Dass wir zutiefst wertvoll sind wenn wir diese Verantwortung übernehmen Wenn wir wirklich Beziehungen gestalten emotional da sind wie du gesagt hast und ich glaube das ist was viele von uns als Erfahrung nicht haben Und da vor eine Menge Schiss auch haben was es eigentlich bedeutet wie das aussieht.
00:27:41: Ich glaube darf hätte abzuholen wirklich zu begleiten ohne dass die zusätzliche Verantwortung nochmal noch mehr zu den Müttern rüber geht sondern bei uns bleibt.
00:27:49: Ich glaube das kann einen großen Unterschied machen.
00:27:52: Jetzt mit Blick auf die Uhr möchte ich langsam zum Ende kommen, auch weil ich es ganz toll finde mit dir zu sprechen.
00:27:59: Ich finde du hast eine gar nicht wertvolle Perspektive auf das Thema und ja, ich schätze deine Arbeit da wirklich sehr.
00:28:05: Das ist wichtig für unsere Welt was du machst.
00:28:10: Gibt's noch irgendwas was ich dich nicht gefragt habe?
00:28:12: Was du gerne noch hier teilen möchtest?
00:28:19: Für mich ist die Frage auch oft, was wollen die meisten Mütter eigentlich?
00:28:25: Also wie du schon sagtest, viele Mütter sind noch eingedrängt in Konstellationen die sie eigentlich wenn sie wirklich ehrlich wären mit sich selbst und ihre Partnerschaft so nicht wollen.
00:28:34: Und ich glaube das wäre etwas was mir wichtig ist dass wir ein ehrliches Anerkennen gehen von dem was es ist was wir eigentlich nicht wollen und dass wir dann nach Möglichkeiten suchen mehr zu realisieren von dem Was Wir Eigentlich Wollen.
00:28:48: So banal das klingt aber da sind wir weit entfernt.
00:28:50: Wir sind in Strukturen und Selbstverständlichkeiten drin, die niemand wirklich so klar bewusst von uns gewählt hat.
00:28:55: Und ich glaube das dieses kleine Fenster oder ist größer werdende Fenster als Eltern gerade weil wir jetzt ganz anders eine neue Verantwortung haben dass uns das dazu bringen kann nochmal radikal auf unser Dasein, was wir eigentlich in dieser Welt runterbrechen können.
00:29:16: Und dann sind die Antworten möglicherweise ganz anders als wir das die letzten Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte gemacht haben und ich... kann nur jedem dazukürt, da ermutig zu sein, ermunternden mutig zu sehen.
00:29:26: Was wollen wir wirklich und was braucht es dazu?
00:29:29: Um welche Dinge an Erwartungen, an Materiellen, abläufen... Was können wir auch loslassen?
00:29:35: Und ich weiß dass das nicht leicht ist, dass das über Jahre ein Prozess sein kann.
00:29:39: Gleichzeitig kommen wir nicht dran vorbei weil noch mehr an allen Stellen wird nicht zu dem führen, was wir uns wünschen.
00:29:45: Das heißt meine Tendenz wäre eher Wir müssen sehr viel weniger machen Das heißt nicht im Sinne von Produktivität, sondern weniger in unserem Alltag haben.
00:29:58: Damit wir klar sind was ist hier wirklich wichtig und wo kann ich an den Stellen, wo es wirklich wichtig ist, durch da sein?
00:30:04: Das ist ein wunderbares Schlusswort lieber Karsten.
00:30:06: das lasse ich gerne hier so stehen.
00:30:08: Ich danke dir ganz herzlich für das Gespräch und wünsche dir alles
00:30:13: Gute!
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