Stefan Boes | Zeitintelligent arbeiten
Shownotes
Stefan Boes ist freier Journalist und Autor. Er schreibt unter anderem für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, den SPIEGEL und veröffentlicht auf der Plattform Steady den Newsletter "Inseln der Zeit". In seinen Texten beschäftigt er sich mit Zeitgestaltung, Organisationskultur, gesellschaftlichem Wandel und mentaler Gesundheit. Vor kurzen ist sein Buch „Die zeitintelligente Organisation“ bei HAUFE erschienen.
Wir sprechen heute darüber, wie Stefan zum Thema Zeit gekommen ist, wir diskutieren über den Begriff „Teilzeit“ und sprechen darüber, was Betroffene und Organisationen dafür tun können, gut mit der eigenen Zeit und der Zeit anderer umzugehen.
Das habe ich Stefan gefragt:
• Wie bist du dazu gekommen, dich mit dem Thema Zeit zu befassen?
• Was ich kann als Teilzeitkraft tun, um „besser“ mit meiner Zeit umzugehen?
• Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben Organisationen, um Menschen in verschiedenen Arbeitsmodellen produktives Arbeiten zu ermöglichen?
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Mein Name ist Johanna Fink. Ich setzten uns für eine Arbeitswelt ein, in der Kompetenz und Potenzial über Karriere entscheiden, nicht die Arbeitszeit.
Mehr Infos über mich findest du unter www.johannafink.de und www.teilzeittalente.de
Transkript anzeigen
00:00:02: Stefan Bösch ist freier Journalist und Autor, er schreibt unter anderem für das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Spiegel und veröffentlicht auf der Plattform Steady den Newsletter Inseln der Zeit.
00:00:13: In seinen Texten beschäftigt er sich mit Zeitgestaltung, Organisationskultur, gesellschaftlichen Wandel- und mentaler Gesundheit.
00:00:20: Vor kurzem ist sein Buch die Zeit intelligente Organisation bei Haufe erschienen.
00:00:25: Wir sprechen heute darüber, wie Stefan zum Thema Zeit gekommen ist.
00:00:28: Diskutieren über den Begriff Teilzeit und sprechen darüber was Betroffene und Organisationen dafür tun können gut mit der eigenen Zeit und der Zeit anderer umzugehen.
00:00:38: Herzlich Willkommen Stefan!
00:00:40: Schön dass du da bist im Teilzeittalente Podcast.
00:00:44: Hallo Johanna vielen Dank für die Einladung.
00:00:47: Ja ich freue mich sehr.
00:00:48: Ich habe natürlich deine Buch durchgeschmürkert in den letzten Wochen Ja, finde es sehr interessant.
00:00:55: Das sich gefühlt gerade sehr viele Menschen.
00:00:56: mit dem Thema Zeit beschäftigen ich auch.
00:00:58: Ich hatte hier vor kurzem Podcast auch Jonas Geißler zu Gast den du auch kennst der sich ja auch mehr oder weniger Hauptberuf die mit dem thema zeitbeschäftigt und ich glaube Zeit ist quasi das Thema derzeit vor allem wenn wir über die Arbeitsbelastung über Kehrarbeit über Erwerbsarbeit und die Frage sprechen kriegen wir das dann alles zusammen.
00:01:19: Aber bevor wir da tiefer eintauchen und gucken so was kann jeder und jede Einzelne tun, was können aber auch Organisationen tun um einen ja besseren Umgang mit Zeit in dem Unternehmen oder der Organisation zu fördern?
00:01:33: Erst mal die Frage an dich, die ich immer stelle wie bist du denn persönlich zum Thema Zeit gekommen?
00:01:40: Also ich glaube dass es stark mit meinem Wunsch nach Selbstbestimmtheit, nach Unabhängigkeit zu tun hat den ich schon immer hatte.
00:01:47: also dabei war schon immer der Drang irgendwie möglichst autonom und selbstbestimmt zu leben.
00:01:54: Da ist man natürlich dann auch ganz schnell beim Thema Zeit, weil man logischerweise darüber nachdenkt wie kann ich meine Zeit möglichst autonom gestalten?
00:02:03: Wie frei bin ich da eigentlich?
00:02:05: Deswegen war so zeitliche Autonomie für mich schon immer sehr wichtig ohne dass ich jetzt gesagt hätte Zeit ist mein Thema sondern eher wahrscheinlich so individuelle Freiheit-Selbstbestimmung sogar vielleicht gerade im Arbeitskontext.
00:02:19: Also ich habe lange gedacht, dass Arbeit eigentlich eher so ein Hindernis in dem Leben darstellt, das man überwinden muss, die man zu dem Leben hinkommt, dass man eigentlich führen möchte.
00:02:30: also diese acht Stunden, diese klassischen, die ich dann irgendwann mal am Arbeitsplatz zu erbringen hätte, so die beschwerliche Zeit des Tages sind während... die Freizeit so der angenehme, lebenswerte Teil ist.
00:02:47: Und das sehe ich jetzt schon lange nicht mehr so aber es hat mich auf jeden Fall geprägt wahrscheinlich weil in meiner Jugendzeit habe ich im Baumarkt gearbeitet.
00:02:57: Das war sehr unschöne erste Erfahrung mit der Arbeitswelt.
00:03:02: Hab dann irgendwie im Zivildienst einen schrecklichen Vorgesetzten gehabt.
00:03:06: also Arbeit war für mich sowas... Also sowas Entfremden ist irgendwie auch, was mich entfremdet hat von dem... ...was ich eigentlich bin.
00:03:15: Wie ich leben möchte und ja ein Ort an dem ich... An dem quasi nicht viel von mir übrig bleibt.
00:03:21: So, an dem Ich mich sehr stark anpassen muss.
00:03:25: Aber ich glaube so die Hauptprägung kommt eher aus meiner sozialen Herkunft.
00:03:30: Mein Vater hat als Schlosser gearbeitet also täglich schwere körperliche Arbeit verrichtet Und das war natürlich ein Berufsleben mit sehr hohen Belastungen, auch Entbehrung, gesundheitlichen Einschränkungen.
00:03:45: Das hat einerseits von mir dazu geführt, dass mir Arbeit als nicht besonders reizvoll vorkam und andererseits wurde mir aber vorgelegt das Arbeit das Wichtigste ist.
00:03:58: also ich muss meinen Interessen den Interessen des Arbeitgebers unterordnen.
00:04:03: Das ist so das wichtigste was ich zu berücksichtigen habe leistungsbereit bin, pflichtbewusst einfach auch eine ausgeprägte Bereitschaft habe.
00:04:18: Meine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen.
00:04:21: und das ist so die Prägung und das beeinflusst sehr stark wie ich auch über Zeit denke.
00:04:27: also wenn ich heute über Arbeitszeitreduzierung schreibe oder spreche oder ja wie schön es ist einfach mal nichts zu tun oder regelmäßig Pausen zu machen, dann mache ich das nicht aus so einer natürlichen Position heraus.
00:04:42: Weil ich das ein Leben lang so kenne.
00:04:46: Da habe ich mich sogar tatsächlich mal mit Jonas Geißler den Nummer zur Gastheit über unterhalten, weil er hatte einen der renommiertesten Zeitforscher als Vater, die er ohne Armadur gelebt hat und da haben wir festgestellt dass wir eine ganz... also dass sie über die gleichen Dinge sprechen aber eine ganz andere Prägung haben.
00:05:04: Und ich mach' das eben nicht aus natürlichen Position heraus und eher als Zeit ist etwas, was ich sehr funktional sehe.
00:05:12: Und ja musste erst wirklich auch teils schmerzhaft lernen dass ich stärker auf die eigenen Bedürfnisse, auf meine Zeiten für Pausen halt einfach achten muss und merke auch immer noch das man so dieses Ideal des Arbeit im Mittelpunkt steht und sich selbst unterordnet und sich anpassen muss.
00:05:34: Das schüttelt man halt nicht so leicht ab.
00:05:37: Also ich glaube, das ist so ganz stark die biografische Erklärung oder eine Erklärerdie für mich gefunden habe warum sich dieses Thema so fasziniert oder beschäftigt.
00:05:51: ja aber es gibt natürlich auch noch einen eher fachlichen Zugang.
00:05:55: also ich hatte wie gesagt einerseits diese Streben nach Unabhängigkeit und zeitliche Autonomie kulturelle Prägung und familiäre Prägungen, die mir sagt wie ich eigentlich über Zeit zu denken habe.
00:06:11: Also dass sich so sehr Funktional-Überzeit denke.
00:06:15: also gehe ich eigentlich sinnvoll mit meiner Zeit um, verschwende vielleicht gerade meine Zeit.
00:06:20: oder sind nicht gerade die Zeiten am wertvollsten in denen auch mal die Zeit vergessen kann wo ich eben nichts Nützliches tue.
00:06:27: ist das nicht eigentlich grade ja das Wertvollste was ich im Leben hab?
00:06:32: Da ist man bei einem Zielkonflikt eigentlich, dass man einerseits die Zeit nutzen möchte.
00:06:38: Möglichst effizient und das Beste rausholt aus der Zeit aber andererseits eben auch die Zeit einfach genießen oder vergessen möchte.
00:06:48: Und daneben diesen Konflikt, dass ich meine individuellen Zeitpräferenzen habe, aber eben auch ganz stark geprägt bin durch unsere Zeitkultur durch meine Herkunft.
00:07:03: Und das hat mich schon immer interessiert, wie so individuelle Lebensrealitäten oder Belastungen mit systemischen Faktoren zusammenhängen.
00:07:11: und da bin ich dann während meines Soziologiestudiums irgendwann auf die Zeit-Soziologie gestoßen... ...auf die Beschleunigungstheorie von Harmut Rosa, der ja auch sehr einflussreich war.
00:07:23: Also, da hat Harmut Rosar in dem Jahr zwei tausend fünf war es in seinem Buch über Beschleumigung erklärt dass er eigentlich erklärt er im Kern da das Paradox, dass wir im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung ganz viele Beschleunigungsschübe erfahren haben.
00:07:39: Ob jetzt Kommunikation oder Verkehr, Transport... Also alles ist irgendwie immer schneller geworden aber die Menschen haben trotzdem... Genau!
00:07:49: Jetzt kann man gerade wieder so einen Beschleundigungsschub durch KI und Wieder verbindet sich die Hoffnung, damit dann gewinnen wir ja jetzt endlich Zeit.
00:07:59: Also dieser Menschheitstraum ist glaube ich sehr alt und er kommt gerade wieder auf.
00:08:04: KI nimmt uns die Arbeit ab und dann können wir endlich das tun wo wir Lust darauf haben.
00:08:10: Und das hat sich halt in der Vergangenheit nie bewahrheitet.
00:08:12: und dieses Paradox zeigt auch mit Rosa da in dieser Theorie, dass wir immer versuchen schneller zu werden.
00:08:19: also auch das Lebenstempo ist immer schneller geworden in der Hoffnung, dass dann irgendwann so dieser Zustand erreicht wird.
00:08:26: Jetzt habe ich endlich Zeit und jetzt habe ich so viel Zeit eingespart, das sich sie investieren kann für etwas Schöneres.
00:08:35: Und das funktioniert eben nicht sondern es ist eher man geht eher noch gehetzt dadurch durchs Leben.
00:08:42: Durch diese ganzen Beschleunigungsschübe.
00:08:44: Man kommt schneller von A nach B, man kann schneller kommunizieren.
00:08:47: Dadurch wachsen die Optionen, die man ja zur Verfügung hat.
00:08:51: Also es ist immer mehr möglich, man muss das immer mehr Möglichkeiten auswählen.
00:08:55: Man glaubt immer mehr tun zu können und will das dann irgendwie auch?
00:08:59: Weil andere schaffen das ja auch.
00:09:01: also möchte man vielleicht noch dort hin reisen oder noch diesen Job haben oder so ganz viel was man sich auf die Bucket List schreibt und man hetzt eigentlich nur hinterher.
00:09:16: Das fand ich sehr interessant und da habe ich viele Antworten gefunden zu Beginn meines Soziologiestudiums interessiert, nämlich warum leben wir eigentlich in einer Gesellschaft die von Wohlstand geprägt ist.
00:09:27: Aber so viele Menschen klagen eigentlich über zeitabend und warum schaffen wir dieses Problem nicht ab?
00:09:33: Und warum haben wir eine Gesellschaft die weitgehend vom Wohlstand geprägte ist, von Sicherheit, der guten Gesundheitsversorgung und trotzdem gibt es ein so hohes Maß an psychischer Erkrankung, an Stress und an Erschöpfung.
00:09:51: Und da habe ich viele Erklärungen in diesem Zeitsoziologischen oder einem Zeitthema gefunden.
00:09:57: Das war sehr ergiebig und dann bin ich auch als Journalist und Autor dran geblieben.
00:10:02: Jetzt sprechen wir hier im Podcast über die Teilzeit.
00:10:07: Meine erste Frage geht natürlich an dich an die Gretchenfrage.
00:10:10: Was hältst du denn von dem Begriff Teilzeit?
00:10:16: Es ist ein bisschen ambivalent.
00:10:18: Ich glaube Reaktion ist erstmal positiv auf den Begriff, weil das ja eigentlich mit der Vorstellung verbunden ist dass es so Wahlmöglichkeiten gibt.
00:10:30: Also ich kann Vollzeit arbeiten und aber auch Teilzeitarbeiten haben dann vielleicht mehr Zeit für andere Dinge.
00:10:37: Ich habe eben schon von meiner Baumarkt-Zeit gesprochen in den Sommerferien als die anderen im Freibad lagen und ich da irgendwie schuften musste.
00:10:46: Das habe ich zweimal gemacht und beim zweiten Mal habe ich das gemacht unter der Bedingung, dass sich eben nicht mehr in Vollzeit arbeite.
00:10:52: Also im Grunde so als Modell ist es für mich schon positiv besetzt.
00:11:01: aber ich bin mir natürlich auch sehr im Klaren darüber, dass der Begriff auch mit sehr konkreten Nachteilen oder Benachteiligungen verbunden ist und da auch eine implizite oder manchmal auch explizite Wertung drin steckt So eine Ungleichwertigkeit zwischen Vollzeit, also das sind so die richtigen Arbeitskräfte und Teilzeitkräfte sind auch manchmal da.
00:11:27: Ja spannend finde ich.
00:11:28: ja für mich steckt auch immer diese Idee drin.
00:11:30: Vollzeit ist jemand der seine gesamte Lebenszeit der Arbeit wird mit was ja auch Quatsch ist in der Regel.
00:11:36: Und ein Teilzeitler macht das genau nicht so.
00:11:39: Also einmal kriegst du quasi den ganzen Menschen mit Haut und Haar und einmal kriegt man nur einen Stückchen.
00:11:46: Das ist glaube ich auch die Wunschvorstellung.
00:11:48: Ja,
00:11:49: absolut!
00:11:49: Also das gibt es ja das schöne Konzept des Ideal Workers.
00:11:52: also diese Idee zu sagen der ideale Arbeitnehmer ist eben immer verfügbar.
00:11:56: Der hat keine anderen Verpflichtungen.
00:11:58: Er muss nicht schlafen und er muss nicht essen.
00:12:00: Es ist einfach nur eine Maschine, die arbeitet im Endeffekt.
00:12:03: Und diese Norm ist glaub ich immer noch sehr mächtig.
00:12:07: Also mittlerweile sind ja glaube ich etwa vierzig Prozent der Beschäftigten in Deutschland in Teilzeit Aber es wird immer noch behandelt wie eine Ausnahme von einer Norm, die aber eigentlich schon lange keine Norm mehr ist.
00:12:24: Das sind so die problematischen Aspekte, die ich dann auf jeden Fall auch mit dem Teilzeitbegriff vor allem verwende.
00:12:32: Also sehe ich absolut, das ist genau das worum es auch oft zu Problemen und Organisationen in der Zusammenarbeit.
00:12:38: In der Kommunikation kommt Teilzeitkräfte weniger wertgeschätzt werden weil man eben nicht versteht häufig dass die Ausnahme keine Ausnahme mehr ist und sich die Art wird zusammenarbeiten verändern muss damit das wieder funktioniert.
00:12:52: ja?
00:12:52: Das ist der einzige Weg um darauszukommen und nichts sagen.
00:12:54: die blöde Ausnahme soll weg.
00:12:56: aber das ist natürlich das was häufig immer noch versucht wird war ganz überspitzt gesagt
00:13:02: Ja.
00:13:03: Jetzt würde ich gerne mit dir vor allem so ein bisschen drauf gucken heute, also ich finde es total spannend dir zuzuhören ist super schön zu hören wenn sich jemand so so bisschen philosophisch auch oder so zoologisch in deinem In deinem Fallen mit diesen Themen beschäftigt.
00:13:17: Ich würd gern noch so'n bisschen konkreter werden und darauf gucken.
00:13:20: zum einen was bedeutet denn diese Perspektive auf Zeit, die du hast jetzt für Teilzeitkräfte.
00:13:28: Also was können die denn tun um besser mit ihrer Zeit klarzukommen oder umzugehen?
00:13:33: Oder bewusster vielleicht und auf der anderen Seite natürlich auch darüber schreibst ja auch in deinem Buch Was kann ich denn jetzt als Organisation tun?
00:13:42: weil wir beobachten ja momentan im unternehmerischen Kontext ganz viel zeit.
00:13:46: Verschwendung oder Produktivität ist ja etwas das eigentlich super schwierig ist teilweise doch die vielen Unterbrechungen durch die Art und Weise wie wir heute arbeiten.
00:13:55: Also da gibt es ja ganz viele Hindernisse, die Produktivität und die gute Nutzung von Zeitbehindern.
00:14:02: Fangen wir mit den Teilzeitkräften an?
00:14:05: Was ist das deine Erfahrung oder aus deiner Recherche auch hilfreich?
00:14:12: Also ich würde sagen dass so das Wichtigste ist, dass man wirklich die eigene Zeit schützt und das Teilzeitmodell klaren Regeln versieht und sich daran hält.
00:14:25: Also das ist eigentlich eine Aufgabe, die ich vor allem bei den Organisationen sehe, um die freie Zeit ihrer Mitarbeitenden zu schützen.
00:14:34: Darauf kommen wir dann vielleicht im nächsten Schritt.
00:14:37: aussehen können und warum das heute halt noch nicht so funktioniert?
00:14:40: In der Realität ist es sehr häufig so dass eben die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und privaterzeit sehr durchlässig sind und gerade Teilzeitkräfte sollten da besonders darauf achten.
00:14:52: Ich habe das auch eben selbst erlebt, ich hab nach der Geburt meiner Tochter vor acht Jahren eine Teilzeitstelle in einer Redaktion angenommen also sechzig Prozent drei Tage für die bezahlt wurde klingt erst mal nicht so viel.
00:15:05: Ich würde auch sagen dass ich recht gut darin bin so meine Arbeit zu organisieren und so zu gestalten dass an den Zeiten wo ich nicht da bin dass dann eigentlich alles geklärt ist.
00:15:20: aber die Arbeitsweise des Teams oder auch der Rhythmus, der Redaktion und das Mediums für das ich gearbeitet habe hat eben nicht so funktioniert sondern da hat sich das eigentlich eher an dieser vollen Präsenz orientiert.
00:15:36: Und deswegen hat es egal wie effizient oder gut organisiert ich war und egal wie abgeschlossen eigentlich das war was ich hinterlassen hab hat es trotzdem nicht geklappt, dass sich dann wirklich meine private Zeit in der ich ja immerhin ein paar Monate altes Kind zu betreuen hatte.
00:16:00: Dass diese Zeit habe ich nicht als geschützt erlebt.
00:16:03: also ich hab sehr oft wenn ich so den ja mit dem Kinderwagen und der Tochter unterwegs war irgendwie in der Stadt aufm Wochenmarkt oder bei uns irgendwie im Wald nebenbei, weil sie geschlafen hat.
00:16:17: Ich saß auf der Bank Vielleicht war sie auch wach und habe dann aufs händige Schauten gesehen, oh da ist jetzt schon wieder irgendwas.
00:16:22: Morgen erscheint mein Artikel, da ist noch irgendetwas unklar.
00:16:27: Und ja, dann hat man diesen Chat da offen, das sind neue Nachrichten... Da ist vielleicht sogar gar nicht bekannt dass ich frei habe obwohl ich das im Kalender vermerkt hab.
00:16:38: Teilweise habe ich Anrufe, Telefonate geführt die dann dreißig Minuten gedauert haben und das hier alles unbezahlt wohl gemerkt.
00:16:49: Das klingt jetzt vielleicht irgendwie wie Kleinigkeiten ja hier und da mal ein kurzes Telefonat, da eine Nachricht beantworten.
00:16:56: Aber ich habe das als sehr belastend und sehr herausfordernd erlebt.
00:17:01: Es gab auch keine Arbeitszeiterfassung, in der ich das nochmal nachhalten konnte.
00:17:05: Das hätte es vielleicht ein bisschen erträglicher gemacht aber ich wusste dass ist ja alles... Ja, es wird irgendwie so vorausgesetzt weil man halt vielleicht Arbeit heute also mobil digital versteht Man irgendwie hinnimmt, dass die Grenzen verschwimmen so als wäre das ganz natürlich.
00:17:24: Aber es war also diese mentale Entgrenzung war für mich glaube ich wirklich... Also es war definitiv jetzt Zeit zu meiner höchsten Belastung obwohl ich auf dem Papier ja nie zuvor und nie danach wichtiger gearbeitet habe.
00:17:43: Es waren ... Ja, vierundzwanzig Stunden Aber es war natürlich viel, viel mehr durch die Arbeit.
00:17:53: Die ich trotzdem noch gemacht habe oder auch einfach durch diese gedankliche Arbeit, die er gar nicht gesehen wird.
00:17:58: und deswegen würde ich das betonen dass man als Teilzeitkraft die eigene Zeit schützen muss und aber vor allem Als Team als Organisation lernen muss mit solchen Fällen die ja keine Sonderfälle sind sondern Man muss ja einfach Arbeitszeitmodelle als eine Vielfalt viel stärker sehen.
00:18:21: Und da müssen Organisationen einfach mehr Verantwortung übernehmen und vielmehr Respekt für die freien Zeiten ihrer Mitarbeitenden halt aufbringen.
00:18:34: Marc, ganz ketscherisch dazwischen gefragt, warum sollten die das tun?
00:18:41: Ich glaube dass es auf jeden Fall... Die Arbeitsabläufe verbessert, weil es ist ja auch für ein Team nicht schön wenn irgendwie eine Frage offen ist und der oder die ist heute gar nicht da.
00:18:52: Das heißt Teams sind dann nicht unbedingt scheinbar drauf vorbereitet und wollen so diesen Vollzeitcharakter möglichst erhalten.
00:19:01: aber ich finde Organisationen sollten eigentlich auch Interesse daran haben dass ihre Mitarbeiter nicht ausbrennen ... so wie das bei mir halt faktisch passiert ist.
00:19:10: Ich habe mich da in dieser Zeit zum ersten Mal... ...in meinem Leben aufgrund von Depressionen krank melden müssen und dann fahre ich halt aus, dann bin ich zwei Wochen raus,... ...der Stress für dieses Team wird noch größer.
00:19:23: Ich komme zurück es ändert sich vielleicht nicht genug, ich falle wieder aus und kündige irgendwann.
00:19:29: also das ist jetzt alles kann man alles allgemein sagen aber ich hab das alles genauso war exakt so weil hier und das ist ja nicht Es ist nicht im Interesse von Unternehmen, dass die Leute nicht leistungsfähig sind.
00:19:43: Dass sie gestresst sind, dass sie krank werden und ich sehe da einfach auch wie gesagt eine soziale Verantwortung.
00:19:53: Sie haben ja auch eine gesetzliche Fürsorgepflicht.
00:19:56: allein deshalb sollten sie es tun.
00:19:59: aber es ist letztlich auch im eigenen Interesse und da zielt ihr auch mein Ansatz einer zeitintelligenten Organisation darauf ab dass man hier auch die Leistungsfähigkeit, die Produktivität und die Qualität der Ergebnisse.
00:20:11: Also die Leistungen sind ja auch besser wenn Menschen in ihrem Rhythmus funktionieren und nicht permanent gestresst sind.
00:20:19: das geht ja auch zu Lasten der Arbeitsqualität.
00:20:21: letztendlich Ja deshalb ist da glaube ich Das oft noch nicht bewusst, dass man das nicht macht um irgendwie einen schönen Arbeitsplatz zu haben oder irgendwie dass das als Wellness-Programm für die Mitarbeitenden versteht, sondern es ist eigentlich die Grundlage dafür... ...dass wir überhaupt gut arbeiten können.
00:20:44: Absolut!
00:20:44: Also ich habe es so ein bisschen provokant nachgefragt, aber also ich sehe das genauso wie du.
00:20:50: Jetzt lass uns mal die Kurve Richtung Organisationen machen.
00:20:52: Du hast gerade schon nochmal den Begriff zeitintiligente Organisation genannt.
00:20:57: Was ist denn der Zeitintilgente Organisation?
00:20:58: Fangen wir doch einmal damit an.
00:21:04: Ich glaube, wir sind schon angefangen damit.
00:21:06: also dieses Thema Verantwortung zu erkennen ist schon mal ein Ausdruck von einem intelligenten Umgang Zeit.
00:21:15: Intelligent finde ich auch wenn man sich der ganzen Bandbreite und Vielfalt und Tragwerte des Themas Zeit bewusst wird.
00:21:26: Also das wird meistens ja eher verhandelt unter diesem Gesichtspunkt der Dauer.
00:21:31: Wie lange arbeite ich jetzt?
00:21:33: Vielleicht noch gibt es das Thema Überstunden und auch Flexibilität, wie ist so ein Begriff der dann oft fällt.
00:21:39: Aber es steckt eigentlich viel mehr in dem Thema Zeit am Arbeitsplatz.
00:21:44: also um ein paar Beispiele zu nennen Wie gehe ich eigentlich mit unterschiedlichen Kronotypen um?
00:21:51: Wie gehe Ich damit um dass jeder Menschen eigenen individuellen Rhythmus hat Also einen inneren nicht nur eine externe Zeit.
00:22:00: folgen muss die Organisation vorgezogen.
00:22:01: jeden Mensch hat eigene Präferenzen, hat einen eigenen Schlafwach-Rhythmus kann anders auf Belastung reagieren.
00:22:12: Dann das Thema wie konzentriert kann ich eigentlich arbeiten oder wie abgelenkt bin ich ständig?
00:22:16: Das ist auch eine Frage der Zeitgestaltung.
00:22:18: habe ich sowas wie Fokuszeiten vielleicht.
00:22:21: Oder ist das alles irgendwie eins also das Kommunizieren und das Konzentrierte Arbeiten?
00:22:30: kann ich sowas wie Job-Sharing machen bei uns im Unternehmen.
00:22:35: Habe ich Modelle für Menschen, die vielleicht gesundheitlich eingeschränkt sind oder die schon älter sind also die man vielleicht auch noch im Unternehmen halten möchte?
00:22:47: Wie ist eigentlich unser Umgang mit Zeitdruck?
00:22:50: Ist unsere Arbeit so organisiert dass das quasi einfach strukturell vorgesehen ist wie das halt in vielen... empfehlen, berufen ist oder haben wir einen Weg um auf Zeitdruck zu reagieren und dass er zur Ausnahme wird zu lassen.
00:23:06: Also es ist so viel da drin und das zu erkennen wäre für mich auf jeden Fall zeitintelligent und vor allem auch, dass man Zeit eben nicht immer nur funktional oder so Ergebnis orientiert betrachtet.
00:23:23: Zeit hat ja so ganz viel zu tun mit Timing, etwas zum richtigen Zeitpunkt zu tun.
00:23:29: Oder auch sich auf was einlassen können in so einen Flow geraten wo dann man eben nicht sagt das breche ich jetzt nach zehn Minuten ab sondern Ich habe jetzt einfach mal Zeit.
00:23:37: also dass das Wesen der Zeit ist eigentlich nicht so Dass man das alles immer in so Zeitcontainer irgendwie verpacken kann So gleichförmig.
00:23:52: Und das zu erkennen, dass man nicht immer mit Zeitmanagement und Tools und Strategien halt versucht noch mehr rauszuholen.
00:24:02: Noch effizienter zu werden sondern erkennt wie zeit eigentlich funktioniert.
00:24:10: da sehe ich noch ganz viel ja auch Aufklärungsbedarf und das hat auch für mich viel zu tun mit einem intelligenten Umgang mit Zeit.
00:24:23: gehört zu einer zeitintelligenten Organisation dann auch, dass das Produktivität wichtiger wird als Zeit als quasi Leggen oder Maßeinheit?
00:24:36: Also ich glaube es ist schon wichtig nach wie vor so Modelle zu haben und die man sich orientiert also wie lange man jetzt arbeitet.
00:24:44: Und ich würde jetzt nicht diese These verfolgen Es geht nur noch um die Ergebnisse So egal wie lange das dauert und wenn man eine Aufgabe abgeschlossen hat kann man nach Hause gehen oder so.
00:24:56: Also ich glaube, man braucht schon noch einen Rahmen sowohl für sich selbst, da habe ich ja eben auch schon drüber gesprochen, dass man weiß wie lange bin ich jetzt eigentlich hier?
00:25:06: Oder wie lang bin ich eingelockt?
00:25:09: und als Team braucht man glaub ich auch so etwas wie eine Referenzgröße, wie lange man jetzt arbeitet.
00:25:14: also dieses Struktur ist extrem wichtig für Arbeitnehmende Also Selbstbestimmung, aber eben auch innerhalb fester Strukturen.
00:25:25: Ja
00:25:28: Jetzt habe ich den ersten Teil einer Frage vergessen.
00:25:31: Ich hab gefragt sozusagen was ist denn die Maßgröße?
00:25:33: Ist es Produktivität oder ist es Zeit?
00:25:35: also wie
00:25:36: stehst du dazu?
00:25:37: ja also ich würde schon das ist auch meine Idee dass produktivität auf jeden Fall wichtiger werden sollte.
00:25:45: Das kann man zum Beispiel mit so vorust Zeiten erreichen dass man sagt wir haben jetzt zeitblöcke ein oder zwei, wo halt Beschäftigte ja ungestört und konzentriert an einer Aufgabe arbeiten können.
00:25:58: Und auch nicht erreichbar sind.
00:25:59: und in diesem Zeitraum erleben dann vieler, dass man extrem viel kurzer Zeit schaffen kann wenn man einfach mal fokussiert ist.
00:26:06: Das ist ja angenehm für das Team weil es weniger Abstimmungsbedarf gibt.
00:26:12: Es ist angenehmen für jemanden der endlich mal wieder das Gefühl hat hier arbeite ich jetzt gerade etwas wesentlichem an etwas Wichtigem Und trotzdem ist das etwas Hochproduktives, also nicht im Sinne von wie kriegen wir noch mehr raus aus unseren Angestellten.
00:26:30: Sondern wie kommen wir zu guten Ergebnissen?
00:26:32: und dass es ein Beispiel wie man halt Produktivität gewinnen kann auch das Beispiel Kronotiven was ich schon genannt habe trägt dazu bei Dass Menschen zu den Zeitpunkten arbeiten können an denen sie halt einfach am Leistungsverächstes sind.
00:26:46: Das heißt die sind dann produktiver wenn Sie als Frühtyp schon sehr früh morgens arbeiten können und als eher späterer Typ vielleicht auch die Möglichkeiten haben, später anzufangen oder später am Tag zu arbeiten.
00:26:59: Das zahlt alles auf die Produktivität eines Mitarbeiters einer Mitarbeiterin und damit auch auf die Productivität der Organisation ein.
00:27:10: also das darf man schon mitdenken und ich glaube dass ist auch einen Ansatzpunkt der dann auch die Organisation überzeugt sich auf solche Experimente einzulassen wie zum Beispiel eine vier Tage Woche.
00:27:22: Das haben ja auch viele, die jetzt an den verschiedenen Pilotprojekten teilgenommen haben, haben das auch gemacht unter der Bedingung, dass darf nicht zulasten unserer wirtschaftlichen Ergebnisse gehen.
00:27:35: und als sie gesehen haben, dass das funktionieren kann hat man eben beides zusammengebracht also die klügere Arbeitsorganisationen im Sinne der Beschäftigten aber letztlich eben auch so dass die wirtschaftlichen Känzer an weiterhin stimmen.
00:27:56: Und gleichzeitig glaube ich um nochmal so den Bogen zum Thema Teilzeitarbeit zu spannen, ich glaube das diese Entwicklung Teilzeitkräften extrem hilft weil ich habe das Gefühl in vielen Organisationen heute ist sozusagen die Nutzung von Arbeitszeit eigentlich sehr düstfunktional.
00:28:10: ja also produktiv zu arbeiten ist, ist schwierig und für Teilzeitkräfte erst recht.
00:28:15: Weil die zum Beispiel mit Meetingsfolge ballert sind und dann achtzig Prozent ihrer Arbeitszeit im Meeting sitzen und sich fragen man soll ich eigentlich meine Arbeit machen?
00:28:22: Und wenn ich eben anfange da an diesen Schrauben zu drehen, dann profitieren alle davon insbesondere aber auch Teilzeitkäfte weil es eben wieder möglich wird Mit der Zeit, die ich die Zeit, dass ich zur Verfügung habe gut zu nutzen für die Organisation.
00:28:39: Ja, deswegen gilt es die Zeit nicht nur zu schützen.
00:28:42: Die hat außerhalb des Arbeitsplatzes liegen.
00:28:44: dann auch die Zeit, die man... ...die ist ja für Teilzeitkräfte vielleicht nochmal wertvoller einfach auch, ne?
00:28:50: Weil man weiß, man hat jetzt nur diese vier und zwanzig Stunden eigentlich viele Stunden noch immer.
00:28:55: Vielleicht auch weniger, vielleicht auch ein bisschen mehr.
00:28:57: Und Vollzeitkräften, da ist das eben so klassisch.
00:29:01: Das ist ja auch ein eher männlich dominiertes Modell.
00:29:05: der Mann, der morgens um acht oder noch immer zur Arbeit geht.
00:29:08: Der weiß ich bin jetzt den ganzen Tag hier.
00:29:10: Ich bin völlig befreit von irgendwelchen Familienverpflichtungen weil das macht die Frau zu Hause.
00:29:16: Ich komme einfach irgendwann wieder.
00:29:17: im besten Fall ist dann das Essen fertig also ganz klassisch gedacht.
00:29:21: Ja klar!
00:29:23: Ich kann einfach so lange hier bleiben bis das Geschäft oder das Büro oder die Fabrik schließt und habe dann gar nicht so die Notwendigkeit vielleicht ... der intelligenten Arbeitszeit gestattet, weil ich bin ja den ganzen Tag hier.
00:29:38: Und irgendwann ist der Tag vorbei und dann mache ich halt morgen weiter.
00:29:41: Das ist ein Modus, der für mich als Selbstständig halt überhaupt nicht funktioniert,... ... aber wenn ich den ganzen tag irgendwie in meinem Homeoffice absitze... ... und denke okay, der Tag ist rum, aber hat mir eigentlich nichts gebracht und ich habe nichts verdient,... ...dann ist das halt schlecht!
00:29:58: Also ich könnte noch ganz viele Sachen fragen, aber so mit Blick auf die Zeit glaube ich müssen wir langsam so bisschen zum Ende kommen vielleicht so rum?
00:30:06: Gibt es noch was, was du gerne teilen möchtest in dieser Stelle?
00:30:08: Was ich dich nur nicht gefragt
00:30:09: habe.
00:30:13: Also bei das Teilzeitthema finde ich natürlich auch sehr spannend.
00:30:16: Ich würde auf jeden Fall nochmal betonen wollen dass wir glaube ich irgendwie von dieser binären Vollzeit-Teilzeitvorstellung ein Stück weit wegkommen müssen.
00:30:26: also das ist einfach mir zu normativ gedacht so ungleichwertig auch gedacht.
00:30:33: Bei Teilzeitkräften ist es ja oft so dass sie dann auch in so einer Rechtfertigungshaltung sind.
00:30:40: Es klingt dann so, als wäre man nur teilweise da, teilweise am Arbeitsplatz, nur teilweise committed irgendwie vielleicht auch mit dem Team, mit Organisationen und im Zweifel regeln es dann doch die Vollzeitkräfte.
00:30:52: also ich glaube... Ich halte weder etwas von der Aufrechterhaltung des aktuellen Vollzeitmodells noch bin ich dafür das alle jetzt Teilzeitarbeiten sollten sondern es sollten möglichst alle so arbeiten wie es halt ihren Lebensentwürfen, Lebensrealitäten entspricht ihren gesundheitlichen Kapazitäten vielleicht auch.
00:31:16: So kann man halt möglichst viele Menschen in die Arbeit reinholen wenn sie nach individuellen Möglichkeiten arbeiten können und gleichzeitig glaube ich dass wir sowas habe ich ja schon gesagt wie eine Referenz brauchen.
00:31:28: in meinem Buch nenne ich das Bezugszeit.
00:31:30: da versuche ich das so als neue Alternative zur Vollzeit zu entwickeln die aus meiner Sicht halt einfach ein bisschen niedriger liegen müsste als die Aktuellen, neun, dreißig oder vierzig Stunden.
00:31:42: Sondern vielleicht eher in so einem Korridor von vierunddreißig bis sechsunddreißig Stunden.
00:31:48: Das zeigen ja auch diese Pillowprojekte zur Viertagewoche das viele Organisationen da landen also dass es weiterhin eine kollektive Referenzgröße gibt und daran können sich individuelle Modelle orientieren aber ohne dass das eine besser oder schlechter ist.
00:32:07: Und ja, es vielleicht ein Stück weit Wunschdenken oder braucht einfach auch viel Zeit aber ich gehe auf jeden Fall stark davon aus dass wir in Zukunft einfach viel mehr individuelle Lösungen brauchen und diese Ideal Worker Norm nicht mehr so bestand haben kann.
00:32:32: Das ist ein schönes Schlusswort Stefan.
00:32:34: das würde ich gerne so stehen lassen.
00:32:36: Vielen Dank für dieses spannende Gespräch.
00:32:38: Ich wünsch dir alles Gute!
00:32:41: Vielen vielen dank dir auch.
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